Arteriosklerose – Atherosklerose vorbeugen und naturheilkundlich therapieren. Alternative Heilverfahren

Alternativmedizin bei der Therapie von Arteriosklerose – Atherosklerose. Ein Artikel von Heilpraktiker Patric Warten

 

Die allgemein auch als Gefäßverkalkung bekannte Arteriosklerose ist eine Erkrankung der Arterien, die durch Ablagerung von Plaques und Veränderungen der innersten Schicht der Arterien zu einer Verengung der betroffenen Arterien führt. Sind kleine Arterien betroffen, spricht man von einer Arteriosklerose. Sind größere Arterien betroffen, spricht man von einer Atherosklerose.
Zivilisationserkrankungen wie z.B. Angina pectoris, Koronare Herzkrankheit, Herzinfarkt, Herzinsuffizienz, Schlaganfall, Raucherbein und Demenz werden durch Arteriosklerose – Atherosklerose ausgelöst.
Herz-Kreislauferkrankungen zählen zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland. Hauptursache dafür ist die Arteriosklerose – Atherosklerose.
Die Arteriosklerose – Atherosklerose beginnt mit einer Schädigung (z.B. durch Rauchen, Bluthochdruck, hoher Blutzuckerspiegel) der innersten Schicht (Intima) der Arterien. Aufgrund der Schädigung kommt es zu einer Entzündung und zu einer Anlagerung von Cholesterinmolekülen. Durch die Entzündung kommt es zu einer Bindegewebswucherung der Arterienwände, welche dann das Lumen der betroffenen Arterien einengt. Cholesterinmoleküle können sich auch in größeren Seen, den sog. arteriosklerotischen Plaques ablagern, welches das Gefäßlumen noch mehr einengt. Die Passage für das hindurchströmende Blut wird immer enger. Die betroffenen Organe, z.B. Herzmuskel, können nicht mehr ausreichend mit Blut und dem daran gebundenen Sauerstoff versorgt werden. Es droht die Gefahr eines Herzinfarktes oder anderer akuter oder chronischer Erkrankungen.

 

Risikofaktoren der Arteriosklerose – Atherosklerose

  • Rauchen
    Rauchen führt zu entzündlichen Veränderungen an den Arterienwänden, welches die Arteriosklerose – Atherosklerose in Gang setzt. Rauchen ist der höchste Risikofaktor bei der Entstehung von Arteriosklerose – Atherosklerose und somit von Herz-Kreislauferkrankungen.
  • Bluthochdruck
    Bluthochdruck schädigt die innerste Schicht der Arterien und setzt somit den oben beschriebenen Prozess in Gang. Arteriosklerose – Atherosklerose führt auch wiederum zu Bluthochdruck, weil die Arterien durch die Ablagerungen starrer werden und sich damit nicht mehr so gut weiten können. Ein Teufelskreis entsteht.
    Bluthochdruck ist nach dem Rauchen der zweithöchste Risikofaktor bei der Entstehung von Arteriosklerose – Atherosklerose und somit von Herz-Kreislauferkrankungen.
  • Störungen des Fettstoffwechsels
    Erhöhte Cholesterin- und Triglyzeridwerte im Blut.
  • Insulinresistenz, erhöhter Blutzucker und Diabetes
    Erhöhte Blutzuckerwerte führen zu Ablagerungen an den Arterien. Unter dem Link Insulinresistenz und Diabetes erhalten Sie Informationen was eine Insulinresistenz ist und wie diese den Blutzuckerspiegel erhöht und zu Diabetes und zu Ablagerungen an den Arterien führt.
  • Erhöhter Homocysteinspiegel im Blut
    Ein erhöhter Homocysteinspiegel schädigt die Wände der Arterien, dies führt zu Arteriosklerose – Atherosklerose.
    Homocystein ist eine schwefelhaltige Aminosäure. Diese entsteht bei bestimmten Stoffwechselprozessen im Organismus. Mehr zu diesem Thema lesen Sie weiter unten.
  • Stress
    Führt unter anderem zu Bluthochdruck und zu einem erhöhten Blutzuckerspiegel. Mehr zum Thema Stress weiter unten.
  • Freie Radikale
    Freie Radikale schädigen die Arterien und setzen somit den oben beschriebenen Prozess in Gang. Was Freie Radikale genau sind, erfahren Sie unter „Freie Radikale“.
  • Übergewicht
    Führt zu Fettstoffwechselstörungen und Bluthochdruck und somit zu Arteriosklerose – Atherosklerose.
  • Bewegungsmangel
    Viel Bewegung, gerade auch Ausdauersport schützt die Arterien vor Arteriosklerose. Bewegungsmangel beschleunigt die Entstehung von Arteriosklerose.
  • Zivilisationskost
    Führt unter anderem zu Bluthochdruck, oxidativem Stress, Übergewicht, Diabetes Typ 2, erhöhten Blutfettwerten (Cholesterin und Triglyzeride) und anderen. Dies wirkt sich wiederum schädigend auf die Arterien aus.

Vorbeugung und natürliche Therapie der Arteriosklerose – Atherosklerose

Wichtig ist die Vermeidung der oben beschriebenen Risikofaktoren.

Ausdauersport

Ausdauersport hat eine ganze Reihe positiver Auswirkungen auf das Herz-Kreislaufsystem. So zum Beispiel:

  • Ökonomisierung der Herzarbeit
    Das Herz arbeitet wirtschaftlicher, das Pumpvolumen wird erhöht. In Ruhe und unter Belastung schlägt es langsamer.
  • Verbesserung der Durchblutung des Herzens und der Herzkranzgefäße
    Die Herzleistung wird dadurch gesteigert.
  • Blutdrucksenkung
    Aufgrund Dämpfung des sympathischen Nervensystems, welches den Blutdruck ansteigen lässt.
    Außerdem verengen sich die Arterien bei sportlichen Menschen nicht so schnell.
    Ausdauersport führt auch zur Senkung des Insulinspiegels und damit wird vermehrt Natrium (welches in der Blutbahn Wasser bindet) ausgeschieden, das im Körper zurückgehalten wurde. Dies führt auch zur Senkung des Blutdrucks.
  • Verminderung der Gerinnungsneigung des Blutes
    Dadurch nimmt die Gefahr der Bildung von Blutgerinnseln (Thromben) ab. Solche Thromben können insbesondere arteriosklerotisch veränderte Blutgefäße verstopfen und damit zu einem Herzinfarkt führen.
    Mechanismen zur Auflösung von Thromben nehmen unter regelmäßiger Ausdauerbelastung zu.
  • Normalisierung eines erhöhten Körpergewichts
    Jegliche körperliche Aktivität geht mit einem Verbrauch von Kalorien einher.
    Der Grundumsatz steigt.
    Einem Jo-Jo-Effekt wird entgegengewirkt.
  • Senkung erhöhter Blutfette (Cholesterin und Triglyzeride)
    Wir unterscheiden beim Cholesterin das LDL- und das HDL-Cholesterin. Das LDL-Cholesterin („schlechtes Cholesterin“), welches zur Ablagerung von Plaques in den Arterien führt sinkt unter regelmäßigen Ausdauerbelastungen. Der HDL-Cholesterin („gutes Cholesterin“) welches die Arterien vor Ablagerungen schützt, steigt. Gleichzeitig kann das HDL-Cholesterin bereits bestehende Plaques zumindest teilweise wieder lösen.
    Auch ein erhöhter Spiegel der sogenannten Neutralfette (Triglyzeride), die ebenfalls als Risikofaktor für Arteriosklerose gelten, nimmt unter Ausdauersport ab.
  • Senkung eines erhöhten Blutzuckerspiegels, Verbesserung des Zuckerstoffwechsels
    Bedingt durch Überernährung und Übergewicht entsteht ein gestörter Zuckerstoffwechsel, der schließlich in ein Typ-2-Diabetes übergehen kann.
    Selbst ein wenig gestörter Zuckerstoffwechsel, bei dem der Blutzuckerspiegel nur nach dem Essen höher als beim Gesunden ansteigt, ist ein bedeutender Risikofaktor für Arteriosklerose. Hohe Zuckerwerte im Blut begünstigen den Anbau von Fetten an den Wänden der Arterien.
    Körperliche Bewegung und Ausdauersport können diesem gefährlichen Risikofaktor entgegenwirken, indem sie die Muskulatur dazu bringen mehr Zucker zu verbrauchen. Auch können die Bindungsstellen für Insulin an den Zelloberflächen wieder zunehmen. Somit kann mehr Zucker aus der Blutbahn in die Zellen transportiert werden.
  • Stressabbau
    Ausdauerbelastungen wirken ausgleichend auf Stress und den damit verbundenen Stressreaktionen. Unter einer Stressreaktion versteht man eine schnelle Anpassungsmöglichkeit des Körpers auf eine auftretende Gefahren- oder Stresssituation. Unter Einwirkung des Sympathikus („Aktivitätsnerv“ des vegetativen Nervensystems) bereitet sich der Körper auf eine schnelle Reaktion (Flucht oder Angriff) vor. Puls und Blutdruck steigen, die Atemfrequenz steigt, die Muskeln werden besser durchblutet, der Tonus der Skelettmuskeln steigt, Energie (ATP) für die Muskelaktivität wird bereitgestellt und anderes mehr.
    Was unseren Vorfahren bei einwirkenden Stress- oder Gefahrensituationen und den damit verbunden Stressreaktionen das Überleben sicherte, wird dem modernen Menschen zum Verhängnis. In unserer immer hektischer und lauter werdenden Gesellschaft steigt der Stress. Die damit verbundenen Stressreaktionen können jedoch bei den meisten Menschen nicht mehr genügend abgebaut werden. Eine körperliche Reaktion (Flucht oder Angriff) bleibt aus. Wir bleiben gestresst am Arbeitsplatz sitzen. Durch Ausdauersport kann man dem Stress „davonlaufen“ und die entstandenen Stressreaktionen, wie zum Beispiel Bluthochdruck, körperlich abbauen.


Somit führt regelmäßiger Ausdauersport zu einer erheblichen Reduzierung der Entstehung von Arteriosklerose – Atherosklerose.
Das körperliche Training muss dem Gesundheitszustand des Betroffenen angepasst sein.
Sprechen Sie bevor Sie mit regelmäßigem Ausdauersport beginnen mit Ihrem Arzt oder mit mir.

Wählen Sie sich eine Sportart aus die Ihnen Spaß macht. Probieren Sie eventuell einige Sportarten aus.

Wichtig ist, dass die sportlichen Aktivitäten den körperlichen Umständen angepasst sein sollten (z.B. Übergewicht, Herzerkrankungen, Gelenkschäden, untrainierte Person usw.). Nicht jede Sportart ist für jeden geeignet. Auch sollten Sie es nicht übertreiben. Langsam beginnen und nach einiger Zeit die sportlichen Belastungen mehr und mehr steigern. Sprechen Sie vor Aufnahme der sportlichen Aktivitäten eventuell mit Ihrem Arzt.

Geeignete Ausdauersportarten:
Walking, Jogging, Schwimmen, Skilanglauf, Rudern, Inlineskating, Aerobic, Fitness (keine schweren Gewichte),Tischtennis, Tennis, Fußball (ohne Wettkampfcharakter), -  Fahrradfahren, Tanzsport.

 

Falls bei Ihnen Herz-Kreislauferkrankungen bestehen sprechen Sie, bevor Sie ein regelmäßiges körperliches Training beginnen, mit Ihrem Arzt. Besonders dann, wenn regelmäßig Medikamente (z. B. Beta-Blocker) eingenommen werden müssen.

 

Über die vorbeugenden und heilenden Wirkungen des Ausdauersports und wie sich dies auch günstig auf viele andere Erkrankungen auswirkt, lesen Sie unter „Ausdauersport – Vorbeugende und heilende Wirkungen“.

Ernährung

Unsere Ernährung hat sich die letzten 60 Jahre sehr stark verändert. Wir haben ein zu Viel an Fleisch, Fett, Zucker, Auszugsmehl, Kochsalz, Fastfood und ein zu Wenig an frischem Obst und Gemüse.
Unsere Zivilisationskost führt zu Zivilisationserkrankungen wie der Arteriosklerose – Atherosklerose und somit zu Herz-Kreislauferkrankungen.

Eine zu reichliche und ungesunde Ernährung hat eine ganze Reihe ungesunder Auswirkungen und führt zu:

  • einer Erhöhung des Triglyzerid- und des Cholesterinspiegels im Blut
  • einer Erhöhung des Zuckerspiegels im Blut
    Lesen Sie dazu meinen Artikel „Kohlenhydrate und Glykämischer Index“.
  • einer Erhöhung des Insulinspiegels im Blut und damit zu Übergewicht und Bluthochdruck
    Lesen Sie dazu meinen Artikel „Kohlenhydrate und Glykämischer Index“.
  • Übergewicht und den damit verbundenen Belastungen für das Herz- Kreislaufsystem
  • Bluthochdruck, aufgrund von zu hohem Salzkonsum, Übergewicht und erhöhtem Insulinspiegel
  • einem Mangel an wichtigen Vitalstoffen wie Vitamine, Mineralien, Spurenelementen und Ballaststoffen
    Dies kann sich in vieler Hinsicht sehr negativ auf das Herz-Kreislaufsystem auswirken.
    Ein Mangel an den Vitaminen B6, B12 und Folsäure führt zu einem erhöhten Homocysteinspiegel mit den Folgen der Arteriosklerose.
    Ein Mangel der Vitamine C, E und Beta-Karotin sowie ein Mangel des Spurenelements Selen führt zu einem verminderten Abbau von freien Radikalen (oxidativer Stress), die unter anderem zur Arteriosklerose führen.
    Ein Mangel an Vitamin E kann zu einer Verminderung des HDL-Cholesterinwertes (HDL-Cholesterin ist das „gute“ Cholesterin) führen.
    Vitamin C reduziert die Synthese des Cholesterins und vermindert die Aufnahme des Cholesterins aus dem Darm ins Blut. Ein Mangel an Vitamin C kann auch den Cholesterinspiegel erhöhen.
    Ballaststoffe binden Cholesterin im Darm und verhindern eine Aufnahme in die Blutbahn. Eine ballaststoffarme Ernährung bedingt das mehr Cholesterin aus dem Darm in die Blutbahn aufgenommen wird.
  • einem Mangel an sekundären Pflanzenstoffen
    Obst und Gemüse enthalten nicht nur gesunde Vitamine und Mineralien, sondern auch sogenannte sekundäre Pflanzenstoffe.
    Sekundäre Pflanzenstoffe werden von Pflanzen, in diesem Fall ist hier das Obst und Gemüse gemeint, als Abwehrstoffe gegen Schädlinge und Krankheiten gebildet. Auch verleihen Sie dem Obst und Gemüse ihren Geruch und Farbe. Sekundäre Pflanzenstoffe haben zum Teil pharmakologische Wirkungen. Der sekundäre Pflanzenstoff (Alliin), der im Knoblauch vorkommt wirkt gegen Arteriosklerose. Weiterhin wirken sekundäre Pflanzenstoffe cholesterin- und blutdrucksenkend. Sie wirken auch als Antioxidantien gegen Freie Radikale und verbessern die Fließeigenschaften des Blutes.

 

Alle genannten Auswirkungen begünstigen die Entstehung einer Arteriosklerose.

 

Ernährungsempfehlungen

  • Reduzieren Sie den Konsum von Fleisch, Fett und Eiern (Cholesterin). Ei freie Teigwaren verwenden.
  • Bevorzugen Sie fettarme Fleischsorten wie zum Beispiel Geflügel.
  • Genießen Sie hauptsächlich pflanzliche Kost (Obst, Gemüse, Salate) als Frischkost oder schonend zubereitet (z. B. garen). Eine Devise lautet: „Five a day“ (fünf Mal am Tag Obst und Gemüse verzehren). Auch sollten mehr Vollkornprodukte (z. B. Vollkornbrot und Müsli) verzehrt werden. Weiterhin sollten Kartoffeln, Hülsenfrüchte und Sojaprodukte mit in den Speiseplan aufgenommen werden.
  • Reduzieren Sie den Konsum von Fastfood, von Konservennahrung und Fixprodukten.
  • Reduzieren Sie deutlich den Verzehr von Zucker und Auszugsmehl, die z. B. in folgenden Produkten enthalten sind: Gebäck, Roggenbrot, Weizenbrot, Teigwaren, Pizza, Spätzle, Marmelade, Schokolade, Pudding, Kekse, Limos, Eiscreme, Kuchen, Obstkonserven, Torten, Marzipan, Bonbons usw.
  • Verwenden Sie fettarme Milchprodukte wie zum Beispiel Milch mit 1,5% Fett, Joghurt mit 1,5% Fett oder fettarmer Käse mit bis zu 30% Fett in Trockenmasse.
  • Reduzieren Sie den Konsum von Bohnenkaffee. Koffein erhöht den Blutdruck.
  • Essen Sie zwei Mal pro Woche Seefisch. Viele Seefischsorten enthalten Omega-3-Fettsäuren, die einer Arteriosklerose entgegenwirken.
  • Verzehren Sie pflanzliche kalt gepresste Öle wie z. B. Lein-, Raps-, Walnuss-, Weizenkeim-, Soja-, Olivenöl. Diese Öle enthalten auch Omega-3-Fettsäuren.

 

Durch das Einhalten der vorgeschlagenen Ernährungsempfehlungen wird auch der Verzehr von Kochsalz reduziert. Aufgrund unserer Zivilisationskost nehmen wir zu viel Kochsalz (Natrium-Chlorid) zu uns. Kochsalz ist mitursächlich für Bluthochdruck und somit für Arteriosklerose – Atherosklerose.
Ca. 80% des täglich konsumierten Salzes ist verborgen in vorgefertigten Lebensmitteln wie Wurst, Käse, Brot, Backwaren, Konserven und Tiefkühlkost enthalten. Das eigene Salzen unserer Nahrung macht nur einen geringen Teil unseres Salzkonsums aus. Salz bindet Wasser und bedingt dadurch eine Zunahme der Blutmenge in der Blutbahn. Dadurch steigt der Druck in den Arterien.
Obst und Gemüse sind praktisch kochsalzfrei.

Glykämischer Index

Kohlenhydrate sind ein wichtiger Bestandteil unserer Lebensmittel. Diese werden durch die Verdauung hauptsächlich in Energie, die für die körperliche Aktivität gebraucht wird, umgewandelt. Kohlenhydrate sind der wichtigste Lieferant für die benötigte Energie im Organismus.
Nicht alle kohlehydrathaltigen Lebensmittel sind der Gesundheit und dem Herz- Kreislaufsystem zuträglich. Besonders die, die industriell hergestellt und Industriezucker und Auszugsmehl enthalten. Man kann kohlehydrathaltige Lebensmittel in einen sogenannten Glykämischen Index einteilen, anhand dessen bestimmt werden kann, ob sie sich eher günstig oder eher ungünstig auf die Gesundheit auswirken. Lesen Sie unter dem Link „Kohlenhydrate und Glykämischer Index“ weiter. Die weiteren Erklärungen und die Auswirkungen auf das Herz- Kreislaufsystem können dort nachgelesen werden.

Reduzierung von Stress

Stress ist mitursächlich für Bluthochdruck und erhöhten Cholesterinwerten.
Zur Reduzierung von Stress ist mir der oben beschriebene Ausdauersport wichtig.
Versuchen Sie auch zu erkunden was Stressoren in Ihrem Leben sind und wie Sie diese beheben können. Sorgen Sie für eine ausgewogene Life-Balance, für Entspannung und ausreichend Schlaf. Schaffen Sie sich Freiräume und lernen Sie Nein sagen.

Bluthochdruck senken

Wie bereits weiter oben beschrieben ist Bluthochdruck ein erheblicher Risikofaktor für die Entstehung von Arteriosklerose – Atherosklerose.
Eine Senkung des Bluthochdrucks wird durch die in diesem Artikel beschriebenen Maßnahmen erreicht. Diese sind: Ausdauersport, Ernährung, Reduzierung von Stress, Omega-3-Fettsäuren, Knoblauch, L-Arginin und Verminderung des oxidativen Stresses.
Weitere Tipps und Beschreibung zum Thema Bluthochdruck finden Sie unter dem Link „Bluthochdruck senken“.

Heilpflanzen

  • Knoblauch
    Knoblauch gehört seit einigen Jahren zu den pharmakologisch und klinisch am besten untersuchten Arzneipflanzen.
    Folgende pharmakologische Wirkungen des Knoblauchs sind gesichert:
    - Antioxidative Wirkung
    - Hemmung der LDL-Cholesterinbildung (Blutfett senkende Wirkung)
    - Verminderung der Atherogenität (hemmt Atherosklerose) und Oxidierbarkeit von
       LDL-Cholesterin
    - Gefäßerweiterung und Blutdrucksenkung
    - Verbesserung der Fließeigenschaften des Blutes
    - Vermutlich reduziert Knoblauch auch eine bereits bestehende Arteriosklerose
  • Artischocke
    Artischockenblätterextrakte wirken unter anderem senkend auf erhöhte Blutfettwerte (Cholesterin und Triglyzeride) und antioxidativ. Somit beugen sie der Arteriosklerose – Atherosklerose vor bzw. verhindern ein Fortschreiten derselben.
  • Ginkgo biloba
    Neben Knoblauch gehört auch Ginkgo biloba zu den am besten in Deutschland erforschten pflanzlichen Arzneistoffen. Der Ginkgo biloba verbessert erwiesenermaßen die Durchblutung der kleinen Arterien und verbessert somit die Mikrozirkulation in den Arterien. Ginkgo wird vorwiegend bei Durchblutungsstörungen (Arteriosklerose) im Bereich des Gehirns und der Beine (Raucherbein) angewandt. Auch bei Demenzerkrankungen, Schwindel und Tinnitus.
  • Weißdorn
    Der Weißdorn wurde in den letzten Jahren eingehend pharmakologisch untersucht.
    Die pharmakologischen Wirkungen sind eine Zunahme der Herzkraft, eine Erweiterung der Herzkranzgefäße und damit verbesserte Durchblutung der Herzkranzgefäße und des Herzmuskels

Homocystein

Homocystein ist eine schwefelhaltige Aminosäure, die bei bestimmten Stoffwechselprozessen im Organismus entsteht. Homocystein findet sich normalerweise in geringen Mengen im menschlichen Blut. Es wird mithilfe der Vitamine B6, B12 und Folsäure abgebaut. Sind diese Vitamine in nur unzureichender Menge (Zivilisationskost) vorhanden, kann das Homocystein nur ungenügend abgebaut werden. Somit steigt die Konzentration von Homocystein im Blut. Ein erhöhter Homocysteinspiegel erhöht die Produktion von sehr aggressiven Sauerstoffradikalen (H2O2) und vermindert die NO-Bildung (Stickstoffmonoxid). Stickstoffmonoxid ist eine körpereigene Substanz, die stark gefäßerweiternd wirkt. Die Sauerstoffradikale H2O2 greifen die Wände der Arterien an und schädigen diese. Es kommt zur Anlagerung von LDL-Cholesterin und anderen Substanzen. Das führt somit zur Arteriosklerose - Atherosklerose. Die Bildung von NO wird durch die Aminosäure L-Arginin begünstigt. Anmerkungen zu L-Arginin siehe unten.
Um den Homocysteinspiegel im Blut nieder zu halten, um damit der Arteriosklerosegefahr entgegenzuwirken, ist es wichtig, über eine gesunde ausgewogene Ernährung die Vitamine B6, B12 und Folsäure zuzuführen.

L-Arginin

L-Arginin ist eine Aminosäure, die im Organismus an zahlreichen Funktionen beteiligt ist. Unter anderem wird in der innersten Schicht der Blutgefäße unter der Mitbeteiligung von L-Arginin Stickstoffmonoxid (NO) gebildet.

Unter der Mitbeteiligung von NO können sich die Blutgefäße weiten und entspannen. Ein ungehinderter Blutfluss in den Arterien wird dadurch ermöglicht. Bluthochdruck, Arteriosklerose und der Bildung von Blutgerinnseln wird dadurch entgegengewirkt. In Studien konnte nachgewiesen werden, dass L-Arginin der Bildung der Arteriosklerose entgegenwirkt und auch Blutdruck senkend wirkt.

L-Arginin kommt unter anderem in folgenden Lebensmitteln vor: Erbsen, Buchweizen, Erdnüsse, Walnüsse, Kürbiskerne, Lachs und Pinienkerne. 
Es gibt auch spezielle Nahrungsergänzungsmittel, die L-Arginin enthalten.

Freie Radikale

Freie Radikale führen zu oxidativem Stress, der schädigend auf die Arterien wirkt und somit Arteriosklerose begünstigt.
Zur weiteren Erklärungen und wie Freie Radikale unschädlich gemacht werden können lesen Sie bitte unter „Freie Radikale – Oxidativer Stress“ weiter.

Verbesserung der Insulinresistenz und eines erhöhten Blutzuckerspiegel

Insulinresistenz und ein erhöhter Blutzuckerspiegel schädigen die Arterien und führen zu Arteriosklerose und Diabetes. Wie das genau vor sich geht und wie dies vermieden werden kann erfahren Sie unter „Insulinresistenz - Diabetes Typ2“.