Stress und seine negativen Folgen

Wir leben in einer Informationsgesellschaft. Ständig ist unser Nervensystem äußeren Reizen wie z.B. Lärm, Informationsflut aus Radio, TV und anderen Medien ausgesetzt. Zeitdruck beherrscht den Tag. Vieles in Beruf, Gesellschaft, Politik, Familie usw. ändert sich sehr schnell. Die Leistungsanforderungen am Arbeitsplatz werden immer größer. Dies führt zu einem chronisch erhöhten Aktivitätsniveau unseres sympathischen Nervensystems, es arbeitet oft auf Hochtouren. Werden wir gleichzeitig noch mit viel Arbeit oder Problemen konfrontiert, so leiden wir unter Stress.
Unter Stress bereitet sich unser Organismus auf eine körperliche Aktivität vor (Flucht, Angriff).
Dieser lebenswichtige Vorgang sicherte unseren Vorfahren das Überleben, indem sie sich der Stresssituationen durch Flucht oder Angriff (körperliche Aktivität) entzogen. Stress bewirkt in unserem Organismus unter anderem einen Anstieg des Blutdrucks, eine Erhöhung der Gerinnungsneigung des Blutes, vermehrte Muskelspannung (Verspannungen), Anstieg des Blutzuckerspiegels, Erhöhung der Blutfettwerte. Somit ist unser Organismus auf eine körperliche Aktivität vorbereitet, doch bleibt diese meistens aus und wir bleiben gestresst am Arbeitsplatz sitzen. Würden wir die Flucht ergreifen oder angreifen, wären der Blutdruckanstieg und die vermehrte Muskelspannung sinnvoll und notwendig und würden anschließend rasch und erfolgreich wieder auf das jeweilige Normalmaß abgebaut.
Dieses zu Viel an Stress und der Mangel Stress körperlich abzubauen (Bewegungsmangel) kann sich auf Dauer negativ auf unsere Gesundheit auswirken.

Mögliche gesundheitliche Folgen von chronischem Stress:
- Durchblutungsstörungen (Arteriosklerose auf Grund von Bluthochdruck und erhöhtem Cholesterin)
- Ohrgeräuschen (Arteriosklerose auf Grund von Bluthochdruck und erhöhtem Cholesterin)
- Erhöhter Cholesterinspiegel (Ausschüttung des Stresshormons Adrenalin, Adrenalin bewirkt eine vermehrte Freisetzung der Fettsäuren Cholesterin und Triglyzeride)
- Bluthochdruck (Stresshormon Adrenalin steigert den Blutdruck)
- Muskelverspannungen (Unter Stress vermehrte Muskelspannung – Angriff, Flucht)
- Kopfschmerzen (Muskelverspannungen im Nackenbereich)
- Magenbeschwerden, Magengeschwür (Vermehrte Ausschüttung von Magensäure)
- Schwaches Immunsystem (weil vermehrte Cortisonausschüttung)
- Nervosität (nicht mehr zur Ruhe kommen)
- Ein- und Durchschlafprobleme
- Migräne (Stress als Auslöser, nicht als Ursache)
- Erschöpfungsdepression (Burn out)
- Erhöhter Puls, Herzrasen (Adrenalinausschüttung)
- Gesteigerte Blutgerinnung >> Thrombosegefahr

Eine sehr gute Maßnahme Stress und deren Folgen abzubauen ist regelmäßiger Ausdauersport, wie Walking oder Jogging.



In meiner Praxis biete ich auch Stressberatung an. Stress hat auch eine sehr persönliche Komponente (Z.B.: Warum lasse ich mich unter Druck setzen?) Es werden die tieferen persönlichen Ursachen analysiert, individuelle Lösungsmöglichkeiten werden erarbeitet.