Was ist eine Hüftarthrose?
Die Hüftarthrose (Coxarthrose) ist eine der häufigsten Erkrankungen des Hüftgelenks. Dabei kommt es zu einem fortschreitenden Verschleiß des Gelenkknorpels, der normalerweise als schützende Gleitschicht zwischen Hüftkopf und Hüftpfanne dient. Mit zunehmender Abnutzung verliert der Knorpel seine stoßdämpfende Funktion. Dadurch können Knochen, Gelenkkapsel und umliegende Strukturen stärker belastet werden.
Im weiteren Verlauf verändert sich häufig das gesamte Hüftgelenk. Neben dem Knorpel können auch die Gelenkkapsel, die Muskulatur, Sehnen und Bänder betroffen sein. Die Folge sind Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und eine zunehmende Einschränkung der Lebensqualität. Viele Betroffene berichten zunächst über Anlaufschmerzen oder Beschwerden nach längeren Belastungen. Später können die Schmerzen auch in Ruhe oder nachts auftreten.
Entzündliche Prozesse bei Hüftarthrose
Obwohl die Hüftarthrose in erster Linie eine Verschleißerkrankung ist, spielen häufig auch entzündliche Prozesse eine Rolle. Durch den Abrieb des Gelenkknorpels entstehen kleinste Partikel, die eine Reizung der Gelenkinnenhaut verursachen können. Diese Entzündungsreaktionen können Schmerzen verstärken und den weiteren Verlauf der Hüftarthrose zusätzlich beeinflussen.
Mit zunehmender Erkrankung kann sich die Beweglichkeit des Hüftgelenks weiter verschlechtern. Viele Patienten entwickeln Schonhaltungen, die wiederum andere Gelenke wie Knie, Becken oder Wirbelsäule stärker belasten können.