Therapie des Lymphödems - Manuelle Lymphdrainage als das Mittel der Wahl
Die Manuelle Lymphdrainage ist das Mittel der Wahl bei einem Lymphödem. Als Heilpraktiker und Physiotherapeut biete ich diese Therapie an.
Zur Erklärung und Beschreibung der Therapie des Lymphödems lesen Sie bitte unter Manuelle Lymphdrainage weiter.
Diuretika verschlechtern auf Dauer das Lymphödem
Abschließend sei noch erwähnt, dass eine alleinige Therapie des Lymphödems mit entwässernden Medikamenten (Diuretika) die Schwellungsneigung auf Dauer verschlechtert. Ein Lymphödem wird als sogenanntes eiweißreiches Ödem klassifiziert, weil aufgrund der Minderleistung des Lymphsystems auch Eiweiß im Gewebe liegen bleibt. Eiweiß verlässt mit der Durchblutung die Kapillaren und muss über die Lymphgefäße abtransportiert werden (lymphpflichtig).
Werden bei einem Lymphödem Diuretika gegeben, so verringert sich anfänglich tatsächlich das Ödem. Doch bleibt das lymphpflichtige Eiweiß im Gewebe liegen. Eiweiß bindet Wasser und ist osmotisch wirksam. Bleibt immer mehr Eiweiß im Gewebe liegen, so ist der osmotische Sog im Gewebe immer größer. Damit verlässt immer mehr Wasser bei der Durchblutung die Blutbahn und tritt ins Gewebe ein. Das Lymphödem verschlimmert sich.
Zusätzlich verschlechternd wirkt sich die Tatsache aus, dass Eiweiß Wasser als Transportmittel braucht, um im Lymphgefäßsystem abtransportiert zu werden. Wird durch die Diuretika zu viel Wasser entzogen, kann Eiweiß nur noch schlechter aus dem Gewebe abtransportiert werden und bleibt auch in den Lymphgefäßen liegen und verstopft diese. Wenn Eiweiß zu lange im Gewebe oder den Lymphgefäßen liegen bleibt, dann baut sich dieses bindegewebig um, verhärtet sich und haftet den Lymphgefäßen oder dem Gewebe an. Lymphgefäße gehen dadurch kaputt, was die Prognose des Lymphödems verschlechtert. Im Gewebe entstehen durch liegengebliebenes Eiweiß großflächige Verhärtungen (Sklerosierung).
Das cardiale Ödem und das Phlebödem (Erklärung siehe oben), sind sogenannte eiweißarme Ödeme, also keine Lymphödeme. Diese Ödeme sind aufgrund ihres geringen Gehalts an Eiweiß für eine Therapie mit Diuretika besser geeignet.