Naturheilverfahren, Alternativmedizin, alternative Heilverfahren – Heilmethoden aus christlich-biblischer Sicht auf esoterische, magische und okkulte Einflüsse hin bewertet

Buchveröffentlichung

Zu dem Thema "Alternative Heilverfahren biblisch bewertet" habe ich auch ein Buch veröffentlicht.

 

Mehr dazu erfahren Sie unter diesem Link http://www.heilpraktiker-oberstenfeld.de/html/buch-naturheilverfahren-biblis.html

 

Im Gegensatz zu dem unten stehenden Text wurde das Buch überarbeitet, aktualisiert und auf Grammatik und Rechtschreibung überprüft.

Viele naturheilkundliche Diagnose- und Therapieverfahren sind von esoterischem Gedankengut vereinnahmt oder entstammen selbst der Esoterik.
Die Esoterik geht davon aus, dass im Menschen spirituelle verborgene (okkulte) Kräfte sind, die über verschiede Praktiken wie Yoga oder Meditation entfaltet werden sollen. Weiter geht die Esoterik davon aus, dass auch spirituelle, kosmische Kräfte und Energien von außen auf den Menschen einwirken wollen. Die Esoterik bedient sich vieler Methoden um spirituelle Erfahrungen und Erkenntnisse zu erlangen. Dafür wird ein breites Spektrum an verschiedenartigen Lehren und Praktiken angewandt. Das Ziel der Esoterik ist die Vollkommenheit (Der Mensch will wie Gott oder Gott selbst sein). Das begegnet uns auch gleich zu Anfang in der Bibel (1.Mose 3). Die ersten Menschen (Adam und Eva) wollten auch wie Gott sein, weil sie sich von der Schlange (Teufel) dazu verführen ließen. Die Folge war, dass sie sich gegen Gottes Anweisungen stellten und nun dadurch die unmittelbare Gemeinschaft mit Gott verloren haben.
Auch in der Naturheilkunde ist viel esoterisches Gedankengut zu finden. So soll Krankheit Ausdruck von Unvollkommenheit, von mangelnder Entwicklungsbereitschaft des Betroffenen sein. Spirituelle Kräfte, so behauptet die Esoterik, können nicht entfaltet werden und suchen ihren Ausweg in der Krankheit (Krankheit als Weg).
Naturheilbehandlungen sollen die Kanäle des Erkrankten, für Botschaften seines spirituellen selbst öffnen und somit Selbstheilungskräfte aktivieren. Auch geht die Esoterik nicht nur einen Weg der nach innen gerichtet ist, sondern einen transzendenten (spirituell nach außen gerichtet) Weg. Sie sucht sich Hilfe in verborgenen (okkulten), kosmischen spirituellen Kräften und Energien die über verschiedene Naturheilbehandlungen aktiviert werden sollen.

Wir Christen sehen darin eine Gefahr. Uns ist der Glaube an Gott sehr wichtig. Gott hat sich den Menschen durch viele Propheten, durch die Bibel und durch Jesus Christus selbst offenbart. Jesus, der Sohn Gottes, hat uns Menschen gezeigt wie unser Leben gelingen und wie die zerbrochene Beziehung (durch den Sündenfall von Adam und Eva) zu Gott wieder hergestellt werden kann. Jesus Christus, der Sohn Gottes selbst ist der Weg zu Gott. Er sagt von sich, dass er selbst der Weg, die Wahrheit und das Leben ist und Niemand ohne ihn zu Gott kommen kann (Johannes 14,6).
Der Teufel will nicht, dass die Menschen zu Gott finden und sich durch den Sühnetod von Jesus Christus mit Gott versöhnen lassen. Er bietet uns viele Möglichkeiten an um uns vom lebendigen Glauben abzuhalten. Die Esoterik, die so vollkommen, christlich und gut erscheint gehört auch dazu. Im 2ten Korintherbrief schreibt Paulus von Menschen die sehr christlich erscheinen aber doch keine Christen sind, weil der Teufel selbst sich als Engel des Lichts verstellt (2.Korinther 11,14)
Menschen die durch ihre Krankheit fragend nach Sinn und Ziel des Lebens geworden sind, Menschen die einen Ausweg aus der unpersönlichen Apparatemedizin und den Medikamenten mit vielen Nebenwirkungen suchen, werden von der Esoterik mit ihren anscheinend sanften, ganzheitlichen und nebenwirkungsfreien Naturheilverfahren vereinnahmt. Bei näherer Betrachtung durch den kritischen Fachmann entpuppt sich manches sanfte, ganzheitliche Naturheilverfahren als esoterisches Geistheilverfahren, welches zum Ziel hat, Menschen die auf der Suche sind auf einen falschen Heilsweg zu führen und damit von Gott zu entfernen.

In diesem Artikel werden über 35 verschiedene (alphabetisch geordnet) naturheilkundliche Diagnose- und Therapiemethoden vorgestellt und auf mögliche esoterische, antigöttliche Gefahren hin bewertet.

Grundsätzliches zur Bewertung aus christlicher Sicht

Die verschiedenen naturheilkundlichen Therapie- und Diagnoseverfahren werden aus christlich-biblischer Sicht betrachtet und bewertet. Ich gebe hier meine persönliche Meinung dazu ab, so wie ich die Bibel und den christlichen Glauben versanden habe. Auf mögliche esoterische, magische und spirituelle Gefahren wird ausführlich eingegangen. Eine fachliche Bewertung bleibt, auch wenn ich mit manchen Methoden nicht einverstanden bin, überwiegend unberücksichtigt.

  • Alle Verfahren oder Praktiken, deren Wirkungsweg auf die Aktivierung oder Zuführung innerer oder äußerer kosmisch-spiritueller Kräfte, Bioenergien, Schwingungen und geistartiger Kräfte abzielen, müssen grundsätzlich abgelehnt werden.
  • Alle Verfahren oder Praktiken, die einen spirituellen Wirkungsweg oder Ansatz haben, die nicht eindeutig auf Jesus Christus den Sohn Gottes abzielen, sind abzulehnen.
  • Alle Verfahren oder Praktiken, die zur besseren Entwicklung des eigenen Geistes führen sollen sind abzulehnen.
  • Alle Verfahren oder Praktiken die einen magischen, mystischen, geheimnisvollen Anstrich haben sind abzulehnen.
  • Alle Verfahren oder Praktiken die zur Selbsterlösung führen sollen, oder wo ihr eigener Geist sie heilen soll, oder sie Gott gleich werden sollen sind abzulehnen.
  • Alle Verfahren oder Praktiken, bei denen Sie sich unwohl oder unter Druck gesetzt fühlen sind abzulehnen. Habe ich bei dieser Anwendung Frieden mit Gott oder eher nicht?
  • Alle Verfahren oder Praktiken, die auf Wahrsagen, Hellseherei, Zauberei (Magie), mystischen und geheimen Künsten beruhen, bei denen Bannungen und Geisterbeschwörungen vorgenommen oder Totenbefragungen durchgeführt werden, sind abzulehnen (5.Mose 18,10-11).
  • Methoden bei denen rituelle oder kultische Praktiken durchgeführt werden sind abzulehnen.
  • Manche Naturheilverfahren sind aus christlicher Sicht in Ordnung, werden aber vom jeweiligen Behandler spiritualisiert und mit esoterischem Gedankengut versehen. So ist z.B. die Fußreflexzonenmassage in Ordnung, kann aber, wenn der Behandler den Wirkungsweg in der Zuführung von kosmischer Energie sieht, nicht mehr in Ordnung sein.
  • Ein Naturheilverfahren, das eine fernöstliche oder esoterische Philosophie hat muss nicht unbedingt immer gleich schlecht sein. So ist die Akupunktur meiner Meinung nach aus christlicher Sicht in Ordnung, obwohl sie einer fernöstlichen Philosophie entspringt. Die Naturwissenschaft hat mittlerweile herausgefunden wie die Akupunktur wirkt und dieser ganze Hokuspokus mit der Lebensenergie „Chi“ ist für mich vom Tisch.
  • Bewertet man ein Naturheilverfahren alleine anhand seiner zugrunde liegender Weltanschauung, müsste man als Christ die Schulmedizin mit ihrer Gott verneinenden Philosophie, die auf den Lehren der Naturwissenschaft (Der Mensch stammt vom Affen ab – Evolution, die meisten Naturwissenschaftler lehnen Gott ab) aufbaut, auch ablehnen. 
  • Gutes und Hokuspokus liegen bei manchen Therapieverfahren sehr eng beieinander, die Übergänge sind zum Teil sehr fließend und manchmal nur noch schwer zu trennen.
  • Das ist eine Masche des Teufels, die auch in anderen Bereichen immer wieder erkennbar wird. Wahrheit wird mit Lüge vermischt. Das griechische Wort für Teufel heißt diabolos und bedeutet soviel wie Durcheinanderwerfer.
  • Esoteriker, Wahrsager, Zeichendeuter und Hellseher können auch Wahrheiten erkennen, ja selbst Wunder tun (5.Mose 13,2-4) und Kranke heilen. Sie beziehen aber ihre Information und Kraft nicht von Gott und stehen somit außerhalb des Heilsbereichs Gottes. Gott verbietet ausdrücklich solche Praktiken (5.Mose 18,10-14), weil wir uns damit von Gottes Liebe und Fürsorge entfernen und uns ohne es zu wissen dem Teufel nähern, der sich als „Engel des Lichts“ tarnt (2.Korinther 11,14).
  • Naturheilverfahren, die wissenschaftlich noch nicht erklärt werden können, müssen deshalb nicht unbedingt mit irgendwelchen verborgenen (okkulten) spirituellen Kräften belastet sein.
  • Manche Christen sind der Meinung, dass alleine die wissenschaftliche Belegbarkeit der Methode ausschlaggebend ist, ob ein Verfahren frei von verborgenen spirituellen Kräften ist oder nicht. Das soll heißen: Ist die Methode wissenschaftlich belegt, dann ist sie frei von spirituellen Kräften. Ist sie wissenschaftlich nicht belegt, dann lauert eine okkulte Gefahr. 
  • Die allein wissenschaftliche Belegbarkeit zur Bewertung eines Naturheilverfahrens auf verborgene spirituelle Einflüsse reicht aber meiner Meinung nach nicht aus.
  • Was ist für uns Christen der Bewertungsmaßstab anhand dessen wir die Dinge prüfen sollen? Ist das nicht zuerst einmal Gott selbst, dem wir im Vertrauen Fragen sollen, dann, als Zweites, sollen wir in der Schrift (der Bibel) forschen. Der Apostel Paulus schreibt an Timotheus: Denn alle Schrift von Gott eingegeben, ist Nütze zur Lehre, zur Zurechtweisung, zur Besserung, zur Erziehung, in der Gerechtigkeit, dass der Mensch Gottes vollkommen sei, zu allem guten Werk geschickt (2.Timotheus 3,16-17 Lutherübersetzung).
  1. Ich stelle in diesem Zusammenhang folgende Fragen, die sie sich bitte selbst beantworten:
  2. Ist wissenschaftlich gleich biblisch?
  3. Ist biblisch gleich wissenschaftlich?
  4. Ist alternativ gleich okkult?
  5. Ist alles was wissenschaftlich nicht erklärt werden kann gleich okkult?

Akupunktur

Siehe unter Meridiantherapien

Auramassage und Aura-Reading

Die Aura soll nach esoterischer Ansicht eine farbige Ausstrahlung verschiedener Lebewesen und Menschen sein. Manche esoterischen Heiler wollen diese Aura sehen und anhand der Aura Krankheiten und seelische Konflikte erkennen können (Aura-Lesen, Aura-Reading). „Auraleser“ sehen ihr Leben aus einer „höheren Perspektive“ und wollen in dem Betrachtenden auch das „höhere Selbst“ erkennen.
Mit der Auramassage soll die Aura abgetastet und auf Störungen (Energielöcher, Blockaden) untersucht werden. Gleichzeitig ist die Auramassage eine Therapie, mit deren Hilfe die gefundenen Störungen behandelt werden sollen. Dabei bewegen sich die Hände des Behandlers einige Zentimeter über der Körperoberfläche des zu Behandelnden und berühren seinen Körper nicht.

Bewertung aus christlicher Sicht

Bei der Auramassage soll Energie von außen zugeführt, damit sollen Energielöcher und Energieblockaden behoben werden. Diese Behandlung muss aus christlicher Sicht abgelehnt werden, da hier fremde okkulte Kräfte am Werk sind. Der Patient öffnet sich auf diesem Weg okkulten Mächten. Das Aura-Lesen ist Manipulation und gibt dem Patienten falsche Informationen über sich selbst und muss deshalb auch abgelehnt werden.

Bachblütentherapie

Diese Therapie wurde von dem Arzt E. Bach (1886-1936) begründet. Bach beschäftigte sich viel mit der Homöopathie und psychischen Komponenten von Erkrankungen.
Krankheit ist für Bach ein Werkzeug, dessen sich die Seele bedient, um auf eigene Fehler hinzuweisen. Der Erkrankte soll durch die Krankheit auf den Weg der Wahrheit und des Lichts zurückkehren. Bach behandelt nicht die Krankheit selbst, sondern den seiner Meinung nach ursächlichen Gemütszustand. Kommt die Seele ins Gleichgewicht, so verschwindet nach der Meinung Bachs auch die Krankheit.
Bach entwickelte 38 Blütenmittel die 38 verschiedene Seelenzustände therapieren sollen. Dabei geht es nicht um spezielle pharmakologische Wirkstoffe in den Blütenmitteln, sondern der Wirkungsweg soll über kosmische Kräfte gehen die in diesen Mitteln enthalten sein sollen. Diese Kräfte sollen die seelischen Kanäle für die Botschaften des spirituellen Selbst öffnen.

Bewertung aus christlicher Sicht

Dass Erkrankungen psychische Komponenten haben können stimmt. Es stimmt auch, dass die Ursachen von Erkrankungen manchmal auch eingefahrene, bequeme Lebensweisen sind und manche Menschen wenig bereit sind ihr Leben zu verändern.

Es stimmt aber nicht, dass die Bachblütenmittel kosmische Kräfte enthalten und dadurch den Seelenzustand eines Menschen ändern können. Es sei denn, Sie glauben daran. Und wenn Sie daran glauben und diese Methode praktizieren, geben Sie damit okkulten spirituellen Kräften die Möglichkeit in Ihr Leben einzutreten.

Wer die Bachblütentherapie in der Annahme verwendet hat, es sei ein reines pflanzliches Heilmittel, das seine Wirkkraft aus dem pharmakologischen Inhaltsstoff bezieht, hat nichts zu befürchten. Da aber die Bachblütenmittel keine nachweisbaren pharmakologischen Inhaltsstoffe haben und ihre Wirkung alleine auf kosmische Kräfte zurückführt, sollten Sie ab jetzt diese Methode meiden.

Bioresonanztherapie

Der Arzt Franz Morell entwickelte in den 70er Jahren diese Therapie- und Diagnostikmethode zusammen mit dem Ingenieur Erich Rasche.
Die Bioresonanztherapie geht davon aus, dass der menschliche Organismus Schwingungen erzeugt, die als elektrische Signale messbar sind. Alle Lebensvorgänge sollen nach dieser Auffassung eine „Bioenergie“ erzeugen, die mit einem von Morell und Rasche entwickelten speziellen Gerät aufgenommen werden können. Viele Vertreter der Bioresonanztherapie gehen auch davon aus, dass die ganze Existenz des Universums auf Schwingungen beruht.
Bei Erkrankungen soll dieser harmonische Ablauf von Schwingungen, im Menschen, gestört sein, was das Bioresonanzgerät anscheinend messen kann. Krankhafte Schwingungen sollen im Bioresonanzgerät invertiert und anschließend als gesunde Schwingungen über die Elektroden an den Körper zurückgeführt werden. So sollen krankhafte, fehlerhafte Programme im Körper „umprogrammiert“ oder „umcodiert“ werden.
Die Anlage der Elektroden erfolgt meistens an „Energiepunkten“, die der Traditionellen Chinesischen Medizin entnommen sind.
Mit Hilfe von Bioresonanzgeräten werden auch Medikamente hergestellt, dabei sollen dem Medikament therapeutische Informationen übertragen werden. Von der Bioresonanztherapie leiten sich einige verwandte Verfahren und Methoden ab, so z.B. die Lykotronik, Matrix Regenerationstherapie, Vega-Select, sequentielle Frequenzdiagnostik und andere. Sie werden unter dem Oberbegriff „Biokybernetische Medizin“ zusammengefasst.

Bewertung aus christlicher Sicht

Schwingungen im menschlichen Körper sind bisher wissenschaftlich nicht nachgewiesen worden.

Die Vertreter der Bioresonanztherapie sehen ihre Methode als wissenschaftlich an und versuchen, ihre Methode als wissenschaftlich anerkannt zu vermarkten. So soll eine Seriosität zur Schau gestellt werden. Man will damit auch Menschen erreichen, die von esoterischen Naturheilverfahren nicht viel halten. Die Esoterik begegnet uns hier in einem wissenschaftlichen Gewand. Ich gruppiere die Bioresonanztherapie der Energie- und Informationsmedizin zu, bei der dem Erkrankten „Informationen“ zugeführt werden sollen um eine Art „Umcodierung“ oder „Umprogrammierung“ zu erreichen. Die Bioresonanztherapie lehne ich aus christlicher Sicht ab. Lesen Sie bitte dazu meine Ausführungen unter „Energiemedizin - Informationsmedizin“.

Breuß-Massage

Die Breuß-Massage (nach dem Österreicher Rudolf Breuß) ist eine energetische Massagemethode, die mit Johanniskrautöl durchgeführt wird. Sie soll körperliche und seelische Blockaden lösen. Sie versteht sich als sanfte Methode bei der gestaute Energien wieder in Fluss gebracht werden sollen. Die Behandler sollen sich bei der Behandlung ganz auf den Patienten einlassen und dabei positiv denken.
Die Methode war Anfangs anscheinend nicht mit esoterisch-energetischem Gedankengut versehen und wurde auch so praktiziert. Durch die mechanische Wirkung der Massage sollten Wirbelblockaden gelöst und Muskeln entspannt werden. Die esoterischen Ansichten wurden wohl erst hinterher „aufgepfropft“.
Die Breuß-Massage wird öfters mit der Methode nach Dorn (siehe unter Dorntherapie) kombiniert, wird aber auch als selbstständige Methode angewandt.

Bewertung aus christlicher Sicht

Die Methode begibt sich sehr sanft und schleichend auf spirituelles Terrain. Sie ist zumeist von esoterischem Gedankengut vereinnahmt. Energien und „positive“ Kräfte sollen dem Patienten zugeführt werden. So gesehen muss die Methode aus christlicher Sicht abgelehnt werden. Lesen Sie bitte, zu diesem Thema, das Kapitel „Gott als Bioenergie“. 
Manche Alternativtherapeuten aus der christlichen Szene, sehen die Breuß-Massage als nichtenergetische Behandlungsmethode an, bei der durch die mechanische Einwirkungen der Massage Wirbelblockaden und Muskelverspannungen gelöst werden. So betrachtet wäre die Breuß-Massage aus christlicher Sicht in Ordnung.

Chakren, Chakra-Healing

Chakren werden im Hinduismus, Yoga, im Buddhismus, in der traditionellen Medizin (TCM) und in der Esoterik als Energiezentren bezeichnet. Sieben Hauptenergiezentren soll es im Menschen geben, die entlang der Wirbelsäule und der Mittellinie des Menschen angeordnet sind. Daneben soll es noch viele weitere Energiezentren geben. Die Chakren sollen über Kanäle miteinander verbunden sein. Sie werden verschiedenen Lebensprinzipien zugeordnet, z.B. der Sexualität, der Spiritualität, dem Bewusstsein usw.
Chakra-Healing ist eine mentale Therapiemethode, bei der gestörte Energieverläufe (Blockaden), die zu verschiedenen Erkrankungen führen sollen, gelöst werden sollen.

Bewertung aus christlicher Sicht

Diese Energiezentren im Körper gibt es nicht. Es sei denn, Sie glauben daran und geben ihnen damit Macht. Chakrenarbeit ist ein Weg der Selbsterlösung, bei der man sich selbst Kraft geben oder von anderen geben lassen will. Wir Christen glauben, dass unsere Lebenskraft von Gott kommt und bitten ihn auch immer wieder um Kraft.
In der Bibel steht in Jesaja 40,31:“…….  die auf den Herrn (Gott) harren kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden.“

Dorntherapie

Die Dorntherapie wurde von Dieter Dorn, einem Sägewerksbesitzer begründet. Er hatte einen Hexenschuss und lies sich von einem benachbarten Bauern behandeln. Zum Arzt ging er nicht. Nach einer kurzen Behandlung, mit wenigen Handgriffen ausgeführt, ging es ihm gleich besser. Das beeindruckte Herrn Dorn. In seiner Begeisterung über diesen Erfolg machte er sich seine eigenen Gedanken über den schnellen Behandlungserfolg. Kurze zeit später starb der alte Bauer und Dieter Dorn machte aufgrund der wenigen Aussagen seines Helfers seine ersten Erfahrungen. Er begann Behandlungen selbst auszuprobieren, zuerst bei seiner Ehefrau, die unter Kopfschmerzen litt, dann bei einer Nachbarin mit Ischiasbeschwerden. Er entwickelte nach und nach ein Therapieverfahren, dass er nach seinem Namen benannte. Eine neue Methode war geboren.
Die Dorntherapie versteht sich als sanfte Wirbel- und Gelenktherapie, die mit den Händen ausgeführt wird. Sie geht davon aus, dass viele Erkrankungen und Funktionsstörungen des menschlichen Organismus von der Wirbelsäule oder den Extremitätengelenken aus gehen. Die Gelenke sind nach dieser Ansicht verrenkt und müssen wieder in die richtige Position gebracht werden. Weiterhin wird davon ausgegangen, dass viele Menschen aufgrund verrenkter Sprung-, Knie- oder Hüftgelenke einen Beckenschiefstand haben und es somit zu verschiedenen Wirbelsäulenbeschwerden kommen kann. Die Dorntherapie wird gelegentlich mit der Breuß-Massage (Erklärung siehe weiter oben) kombiniert.


Bewertung aus christlicher Sicht

Ist in Ordnung.
 


Eigenbluttherapie

Bei der Eigenbluttherapie werden dem Patienten 0,5 bis 5 Milliliter Blut aus der Vene entnommen. Danach wird das Blut entweder mit homöopathischen Medikamenten oder anderen Mitteln behandelt oder mit UV-Licht bestrahlt. Danach wird das Blut wieder in den Muskel oder in die Haut eingespritzt. Die Therapie soll zu einer vegetativen Umstimmung des Nervensystems führen und somit sollen der Stoffwechsel und das Immunsystem positiv beeinflusst werden. Auch gehen manche Anwender davon aus, dass es durch die Eigenbluttherapie zu einer Entgiftung des Organismus kommt.


Bewertung aus christlicher Sicht

 Die Eigenbluttherapie ist aus christlicher Sicht in Ordnung. Es fehlt allerdings der wissenschaftliche Wirkungsnachweis. Das ist heilen mit Nichts.

Sie fragen sich vielleicht warum hilft dann die Methode, die doch nicht helfen kann, dem einen oder anderen Menschen der sie praktiziert hat. Darauf will ich Ihnen ganz am Ende meines Artikels unter der Überschrift „Heilen mit Nichts – Warum helfen nutzlose Therapien?“ Antwort geben.


Energiemedizin - Informationsmedizin

Der Begriff der Energie- und Informationsmedizin ist nicht einheitlich geklärt. Es ist ein Begriff der nur in der alternativen Therapeutenszene gebraucht wird.
Die Energie- und Informationsmedizin will dem kranken Menschen Energie oder Informationen zukommen lassen. Sie geht von einem Bezug des Menschen zum Kosmos („universelle Verbindung“) aus, der auch über Energie (kosmische Energie) und Schwingungen verfügen soll.
Der Begriff Energie bezieht sich nicht auf die physikalische Größe Energie, wie sie zum Beispiel im Körper vorkommt. So brauchen die Muskelzellen des Menschen die Energie ATP (Adenosintriphosphat) um arbeiten zu können. Doch das versteht die Energiemedizin nicht darunter. Vielmehr will die Energiemedizin dem Erkrankten „Informationen“ zukommen lassen, die auf dem Wege „kosmischer Energien oder Kräfte“, „Bioenergien“, „Schwingungen“ oder einfach nur als „Energie“ (als undefinierter Begriff) in den Menschen gelangen sollen.
So wird z.B. Reiki (siehe unter Reiki) der Energiemedizin zugeordnet, auch die Bachblütentherapie (siehe unter Bachblütentherapie), Heilsteine (siehe unter Heilsteine), Chakren (siehe unter Chakren), die Vortex-Energie-Therapie (siehe unter Vortex-Energie-Therapie), die Bioresonanztherapie (Informationsübertragung als Schwingungen) und andere mehr. Manche ordnen auch die Homöopathie mit ihrer „geistartigen Kraft“ der Energie- und Informationsmedizin zu. Die Energie- und Informationsmedizin versucht auch durch „pseudowissenschaftliche Methoden“, Energie messbar machen zu wollen. So verstehen manche Energie oder Information als Schwingung, die mittels Geräten (z.B. Bioresonanztherapie) messbar und veränderbar gemacht werden soll. Solche Geräte werden auch in der Diagnostik eingesetzt. Auch im Menschen soll es Schwingungen geben. Jede einzelne Zelle, jedes Organ soll über eigene Schwingungen verfügen, so die Ansicht der Energie- und Informationsmedizin. Krankheit wird als Störung der Schwingungen verstanden. Mittels Energiemedizin soll der harmonische Schwingungsablauf und auch der Bezug des Menschen zum Kosmos wieder hergestellt werden.
Wichtig ist immer das Zuführen von „Information“, die auf unterschiedlichen Wegen erfolgen kann. Die Informationsübertragung kann mittels Hände auflegen (Reiki) erfolgen oder durch das Einnehmen von Bachblütenmedikamenten (Bachblütentherapie), die kosmische Kräfte enthalten sollen oder über das Aktivieren von angeblichen Energiezonen am Körper (Chakren). Auch über Meditationen und mittels Geräten (z.B. Bioresonanzgeräte) sollen Informationen dem menschlichen Körper und Geist zugeführt werden.
Je nach Ansicht des Therapeuten könnten hier noch etliche Naturheilverfahren mehr der Energie- und Informationsmedizin zugeordnet werden.
 

Bewertung aus christlicher Sicht

Energie wird in der Energiemedizin als „Information“ verstanden. Der kranke Mensch braucht, so die Ansicht der Energie- und Informationsmedizin, gesundmachende Informationen, die mittels verschiedener Therapien übertragen werden sollen. Der Heilungsvorgang soll mittels einer „Umcodierung“ in Gang gebracht werden.
Allen Therapien gemeinsam ist, dass sie die Ebene der Materie, des stofflichen, verlassen haben und sich auf spirituellem Terrain bewegen. Energie meint hier nichts anderes als Geist. Information steht auch für Geist. Diese anscheinenden Naturheilverfahren der Energiemedizin sind nichts anderes als Geistheilverfahren, die uns als „sanfte Heilverfahren“ zugänglich gemacht werden sollen. Menschen geraten auf diesem „sanften“ Weg in den Bereich der Geisteswelt, die außerhalb des Geistes Gottes liegt.
Auch Bereiche der Osteopathie stehen in der Gefahr in den „energetischen Sog“ zu geraten. Die Craniosacrale Therapie, die auch zur Osteopathie gehört, befindet sich meiner Meinung nach schon auf „energetischem Terrain“.
Aus christlicher Sicht muss die Energie- und Informationsmedizin abgelehnt werden.


Farbtherapie

Die Farbtherapie hat eine lange Tradition und wurde schon in der Antike von ägyptischen Priestern als magisches Heilmittel eingesetzt.
Es wurde auch schon früh, in verschiedenen Kulturen, den Farben bestimmte Krankheiten oder Organe zugeordnet und die Erkrankten mit farbigem Licht bestrahlt. Verschiedene Farben sollen Organe positiv beeinflussen oder Krankheiten heilen. Einen wissenschaftlichen Beweis gibt es für diese Theorie bisher nicht.
Farben können zwar die Stimmung der Menschen beeinflussen, das ist aber von der kulturellen Herkunft, dem Geschlecht, der momentanen Gefühlslage, der sozialen Herkunft und der sozialen Stellung abhängig. Generelle Gesetzmäßigkeiten über die Wirkungen der Farben auf die Gefühlslage wurden bisher nicht festgestellt.


Bewertung aus christlicher Sicht

Die Farbtherapie ist aus christlicher Sicht in Ordnung, wirkt aber nicht wirklich heilend. Es ist eher eine Wellnessmethode, bei der man sich entspannen kann und ein Wohlfühleffekt eintritt. Über den Wohlfühleffekt entsteht der Eindruck, dass die Behandlung geholfen hat. Gefährlich wird die Methode, wenn man daran glaubt, dass die Farbtherapie die Aura oder irgendwelche Energiezentren beeinflusst. Dann sollten Sie die Finger davon lassen.


Fußreflexzonenmassage

Die Wurzeln der Reflexzonentherapie am Fuß liegen in den USA und nicht wie viele glauben in China. Verschiedene Indianerstämme in Nord- und Mittelamerika behandelten ihre Kranken an den Füßen. Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts dokumentierte und systematisierte der amerikanische Arzt William Fitzgerald die überlieferten Fußpunkte und überprüfte sie, mit einer interessierten Ärztegruppe, auf deren Wirkung. Er gilt als Begründer der so genannten „Zone Therapie“.
Eunice Ingham, eine amerikanische Masseurin interessierte sich in den dreißiger Jahren für die „Zone Therapie“ und probierte diese selbst in ihrer Praxis aus. Sie ergänzte die Methode durch ihre eigenen praktischen Erfahrungen und entwickelte eine spezielle Behandlungsmethode, die sie „The Ingham Method of Compression Massage“ nannte. 
Die deutsche Masseurin Hanne Marquard kam in den fünfziger Jahren mit der Fußreflexzonenmassage nach Frau Ingham in Kontakt und probierte diese Methode in der täglichen Praxis aus. Durch die vielen Behandlungserfolge war sie bald von der Methode überzeugt. Seit 1967 unterrichtet sie diese Methode und gibt Kurse für interessierte Therapeuten.
In den Füßen soll der Mensch mit seinen Organen und Systemen nochmals im verkleinerten Maßstab komplett enthalten sein. Seine Organe und Systeme sind als Reflexzonen am Fuß präsentiert und werden mit einer speziellen Druckmassage behandelt.
Es werden dabei reflektorische Wirkungen auf die Organe des Menschen (z.B. Knochen, Gelenke, Nerven, innere Organe usw.) erzielt. Die Heil- und Regenerationskraft des Organismus, der „innere Arzt“ soll dadurch angeregt und Selbstheilungskräfte sollen aktiviert werden.

Mikrokosmos und Makrokosmos:
Die Bergriffe stammen aus dem griechischen und bedeuten: mikros = klein, makros = groß, kosmos = Welt.
Der Mensch soll nochmals, in verkleinertem Maßstab, in den Füßen komplett enthalten sein. Das ist eine Anschauung, die uns in der Naturheilkunde nochmals bei der Irisdiagnose (siehe Irisdiagnose) und der Ohrakupunktur (siehe Ohrakupunktur) begegnet. Dabei wird der Mensch als Makrokosmos und die Füße, das Ohr oder die Iris als Mikrokosmos gesehen.
Es ist eine Betrachtungsweise, die ursprünglich den Menschen als Mikrokosmos und den Kosmos als Makrokosmos betrachtete. Man ging schon zu Zeiten Platons davon aus, dass es eine Einheit zwischen Mensch, Natur und Kosmos gibt und dass diese in einer wechselseitigen Beziehung zueinander stehen. Der Mensch (Mikrokosmos) ist ein Abbild des Kosmos (Makrokosmos) und hat seine Entsprechung zum Kosmos und umgekehrt. Er ist, nach dieser Auffassung, ein „Spiegel des Universums“.
Diese Vorstellung findet sich in der Astrologie, der Kosmologie und der Magie und ist Ausdruck einer magisch-esoterischen Weltanschauung.


Bewertung aus christlicher Sicht

Der Wirkungsweg der Fußreflexzonenmassage ist nicht eindeutig geklärt. Sie ist eine „Reflextherapie“ (wie ja der Name schon aussagt) deren Wirkungsweg eventuell über Nervenbahnen verläuft. An den Füßen werden durch die Massage Nerven gereizt, die direkte Verbindung zu den Unterleibsorganen haben und in Verbindung mit dem Rückenmark stehen. Das Rückenmark wiederum steht über nervale Verschaltungen mit dem gesamten Organismus in Verbindung.

Sie ist also keine Energietherapie (siehe unter Energiemedizin) obwohl dies von esoterischer Seite behauptet wird. Esoterisch geprägte Therapeuten sehen den Wirkungsweg in der Wirkung von Energie, die über Energiebahnen laufen soll.

Die Fußreflexzonenmassage ist, sofern der Wirkungsweg nicht über Energie, Schwingungen oder kosmische Kräfte erklärt wird und keine anderen esoterisch-magischen Weltanschauungen, wie die des Mikrokosmos und Makrokosmos (Erklärung siehe oben) hinzukommen, in Ordnung. Sie kann, meiner Meinung nach, von dem esoterischen Weltbild befreit und als Reflextherapie angewandt werden. 


Geistheilung

Der Glaube an die heilende Kraft von Zaubersprüchen, magischen - esoterischen Handlungen, Kraftorte, Amulette und andere Gegenstände sowie Schamanen- und Hexenheilungen, waren zu allen Zeiten in allen Kulturen vertreten. Mit dem Aufkommen der New-Age-Bewegung und der Entwicklung neuer esoterischer Strömungen in den 60er und 70er Jahren des 20. Jahrhunderts, wurde auch die Geistheilung wieder modern.
Geistheiler glauben über göttliche Kräfte oder Energien zu verfügen, die sie über Händeauflegen oder Fernheilung ihrem Klienten zukommen lassen um so eine Heilung bei dem betroffenen in Gang zu setzen. Für Geistheiler ist Krankheit ein Ausdruck von Unvollkommenheit und mangelnder Entwicklungsbereitschaft des Betroffenen. Geistheilung soll die geistlichen Kanäle des Erkrankten für spirituelle Botschaften öffnen und somit Selbstheilungskräfte aktivieren.


Bewertung aus christlicher Sicht

Lassen Sie die Hände weg davon. Das ist Magie. Mithilfe der Magie werden mittels okkulter spiritueller Kräfte Menschen beeinflusst und manipuliert. Der Teufel verkleidet sich als Engel des Lichts (2.Korinther 11,14) und bietet sein Heilkräfte an. Wer sich darauf einlässt, erfährt okkulte Belastungen und Bindungen. Die Geister die Sie da rufen, werden Sie nur noch durch Jesus wieder los.
In der Bibel warnt uns Gott vor Wahrsagerei, Zeichendeuterei, Hellseherei, geheimen Künsten, Bannungen und die Toten zu befragen (3.Mose 19,26, 5.Mose18,10-14). An solchen Praktiken nehmen wir Schaden, weil wir uns damit in den Bereich des Teufels begeben.


Heilsteine

Bei der Therapie mit Heilsteinen kommen eine Vielzahl unterschiedlicher Edelsteine zur Anwendung, z.B. Amethyst, Tigerauge und Bernstein. Diese Heilsteine sollen kosmische Schwingungen an die behandelten Körperzonen abgeben und somit heilende Vorgänge in Gang setzen. Sie werden zur Therapie auch oft auf die Chakren (Erklärung siehe oben) gelegt.
Die Schwingungsenergie der Heilsteine soll auch Seele und Geist positiv beeinflussen und Körper, Geist und Seele in Einklang bringen. Jedem Heilstein wird ein Organ oder Krankheit zugeordnet. Jeder Stein soll eine andere Wirkung haben.


Bewertung aus christlicher Sicht

Heilsteine haben keine Energien, es sei denn, Sie glauben daran und verleihen somit den Heilsteinen und damit okkulten spirituellen Kräften Macht. Heilsteine können nicht heilen oder Ihren Seelenzustand verbessern. Das muss aus christlicher Sicht abgelehnt werden.


Homöopathie

Die Homöopathie ist das wohl heute am meisten praktizierte Naturheilverfahren. Viele von uns haben in der Hausapotheke Fläschchen mit „Kügelchen“ (Globuli). Sie ist nicht nur das meist praktizierte Naturheilverfahren, sondern auch das meist Umstrittenste und das sowohl in fachlichen, als auch in christlichen Kreisen. Schon zu Lebzeiten Samuel Hahnemanns (1755-1843), dem Begründer der Homöopathie, stritten sich die Gelehrten wegen dieser Methode.
Samuel Hahnemann, deutscher Arzt, war enttäuscht von den Erfolgen der damaligen Medizin und entwickelte eine eigene Sicht von Krankheit, Gesundheit und der Heilkunde.
Seine Ansichten beschrieb er in dem Buch „Organon der Heilkunst“. Hahnemann hatte die Ansicht, dass dem gesunden Menschen eine geistartige Kraft, er nannte sie Dynamis, innewohne und das diese Dynamis alle Lebensvorgänge regelt. Ohne diese Dynamis ist, seiner Ansicht nach, der Mensch tot (Paragraph 9 und 10, Organon der Heilkunst). Krankhafte Einflüsse die auf die Lebenskraft einwirken, lösen Krankheiten aus (Paragraph 12, Organon der Heilkunst). Zwar ist der menschliche Organismus Materie, aber ohne die regelnde Kraft der Dynamis nicht funktionstüchtig. Dynamis und Körper bilden eine Einheit. (Paragraph 15, Organon der Heilkunst). Auf schädliche, krankmachende Einflüsse kann die Dynamis nur mit Krankheit reagieren (Paragraph 16, Organon der Heilkunst). Arzneien sollen das Befinden des Menschen ändern, dann wird es auch mit der Krankheit besser. Arzneien sollen im inneren Wesen geistartige Kräfte haben, damit sie das Befinden des Menschen ändern und somit Krankheiten heilen können (Paragraph 19 und 20, Organon der Heilkunst).
Hahnemann ersann eine Ähnlichkeitsregel die besagt: Ähnliches soll durch Ähnliches geheilt werden. Homöo bedeutet im Griechischen soviel wie „gleich“ oder „ähnlich“, pathos heißt auf griechisch Krankheit. Ein homöopathisches Medikament soll so beschaffen sein, dass es die Beschwerden auslöst, die es behandeln soll. Hahnemann untersuchte dazu viele Substanzen und probierte sehr viel an sich selbst aus um zu erfahren welche Beschwerden und Symptome diese auslösen. Darüber führte er ausführlich Buch. Zur Verstärkung der Wirkkraft seiner homöopathischen Medikamente sollten diese verdünnt und verschüttelt werden. Er nannte diesen Vorgang dynamisieren und bezeichnete die entstandenen Lösungen als Potenzen. Durch das Dynamisieren sollte die Heilkraft, die im Ausgangsstoff enthalten sein soll, besser auf das Medikament übertragen werden. Durch weiteres verdünnen (potenzieren) und dynamisieren soll in der Lösung aus Ausgangssubstanz und Lösungsmittel weitere Energie und Heilskraft entstehen.
Zusätzlich soll jedes homöopathische Medikament, kurz vor Einnahme nochmals geschüttelt, also dynamisiert werden, damit die zur Ruhe gekommene Heilkraft in dem Medikament wieder aktiviert wird.
Hahnemann ging davon aus, dass wenn im Körper zwei Krankheiten mit den gleichen Symptomen tätig sind, sich diese Krankheiten gegenseitig aufheben. Er wollte also mit seinen homöopathischen Medikamenten eine zweite Krankheit auslösen, die die erste aufhebt. Die „verstimmte Lebenskraft“ sollte dadurch harmonisiert werden.
Hahnemann war davon überzeugt, dass nur die Homöopathie Krankheiten wirklich heilen kann und dass die Allopathie die Kranken nur verdirbt (Paragraph 39 und 52, Organon der Heilkunst).
Die Allopathie (Allo - griechisch: anders und pathie - griechisch Krankheit) behandelt Erkrankungen mit gegensätzlichen Mitteln, z.B. wird bei Schmerzen ein Schmerzmittel gegeben. Sie steht damit im Gegensatz zur Homöopathie, die bei Schmerzen ein Mittel (in starker Verdünnung) verordnen würde, das Schmerzen auslöst.
Allopathie ist eine Begriffserfindung von Hahnemann. In der heutigen Zeit ist der Begriff zum Synonym der Schulmedizin geworden.
Das typische homöopathische Arzneimittel sind die Streukügelchen, Globuli genannt. Zur Anwendung kommen auch noch Tropfen, Injektionslösungen, Salben und Tabletten. Die Verdünnungen werden mit „D“ und „C“ angegeben.
Bei „D“ (steht für Dezimalpotenz) wird 1 Teil der Ausgangssubstanz mit 9 Teilen Lösungsmittel verdünnt und verschüttelt. Das entspricht dann D1. Bei D2 entnimmt man 1 Teil aus D1 und verdünnt und verschüttelt es mit 9 Teilen Lösungsmittel. Für die Potenz D3 wird wiederum 1 Teil aus D2 entnommen und mit 9 Teilen Lösungsmittel vermischt.
Bei „C“ (steht für Centesimalpotenz) wird 1 Teil der Ausgangssubstanz mit 99 Teilen Lösungsmittel verdünnt und verschüttelt. Das entspricht dann C1 und so weiter.
Der Homöopath spricht von Tiefpotenzen bei einem Wert von bis zu D6 bzw. bis C3, von mittleren Potenzen im Bereich bis D24 bzw. C12 und von hohen Potenzen im Bereich bis D60 bzw. C30. Alles was darüber hinaus geht wird als sehr hohe Potenz bezeichnet.
Im Arzneimittelrecht genießen die homöopathischen Medikamente einen Sonderstatus. Es wird von Ihnen kein Wirkungsnachweis gefordert.
 

Bewertung aus christlicher Sicht

Die Homöopathie ist, weil sie in christlichen und fachlichen Kreisen so umstritten ist, ein sehr sensibles Gebiet. Ich will daher sehr differenziert die Bewertung vornehmen. Es wurden schon zur Beurteilung der Homöopathie ganze Bücher und aufwendige Artikel geschrieben. Das kann dieser Artikel hier an dieser Stelle nicht leisten, doch soll die Beurteilung aufwendiger als bei den anderen Methoden ausfallen.
Hahnemann war von dem Denken seiner Zeit geprägt. In den Zeiten vor Darwins Evolutionstheorie war es in der Schulmedizin normal (Hahnemann war Arzt), an einen Schöpfergott zu glauben. Er war, wie viele seiner Zeitgenossen, ein gottesfürchtiger Mensch. Das kommt in seinem Buch Organon der Heilkunst klar zum Ausdruck. Er wollte weg von der rein materiellen Behandlungsweise (Aderlässe, Medikamente usw.), die seiner Meinung nach nur wenig Erfolg hatte und hin zu einer Behandlungsform, die die „Dynamis“, die geistartige Kraft die den Menschen innewohnen soll stärkt. Arzneien sollten laut Hahnemann geistartige Kräfte haben, die die Dynamis im Menschen in der Krankheitsbewältigung helfen, also die Selbstheilungskräfte (der Dynamis) unterstützen. Das geht aus seinem Buch klar hervor. Er entwickelte, meiner Meinung nach, eine spirituelle Heilmethode. Die Medikamente sollten geistartige Kräfte haben, die durch das Schütteln (Dynamisieren) und Potenzieren erreicht werden sollte. Aus dieser Sichtweise ist die Homöopathie eine spirituelle Therapieform und befindet sich eindeutig auf spirituellem Terrain. Aus dieser Sicht muss die Homöopathie aus christlicher Sicht eindeutig abgelehnt werden.
Man kann aus Materie keine geistartige Kraft herstellen, auch enthält Materie keine geistartige Kraft.
Jeder Mensch hat einen Geist, den Hauch Gottes, der uns Menschen bei der Schöpfung von Gott gegeben wurde (1. Mose2 Vers 7).
Jeder Geist, der nicht direkt von Gott (Vater, Sohn, Heiliger Geist) kommt, hat mit dem Gott der Bibel nichts gemeinsam. Gott ist Geist (Johannes 4,24), das stimmt, aber nicht jeder Geist kommt von Gott. Es gibt eine Geisterwelt die außerhalb des Geistes Gottes ist und jeder Geist der nicht von Gott kommt ist kein guter Geist (Epheser 6,12). Auch wenn er vielleicht gut erscheint, so hat er sich doch als Engel des Lichts verkleidet (2.Korinther 11,14).
Indem Sie diesen geistartigen Kräften der Homöopathie glauben schenken, auch wenn es sie nicht gibt, erlangt diese Vorstellung doch eine spirituelle Dimension und Sie öffnen sich damit spirituellen Einflüssen, die außerhalb des Geistes Gottes sind.
Wäre Hahnemann ein gläubiger Christ gewesen, der Jesus Christus als seinen Erlöser angenommen hat, dann hätte er hoffentlich gewusst, dass man Gott in Krankheit um Heilung bitten kann und so direkten Zugang zu einer „Dynamis“ hat, die Jesus Christus heißt. Sein Geist hat schon viele Menschen, die ihn darum baten geheilt. Ich selbst habe schon einige Krankenheilungen erlebt. Aber da Hahnemann Freimaurer war muss ich sehr davon ausgehen, dass er zwar ein gottesfürchtiger Mann war, der mit Respekt und Achtung die Schöpfung bewunderte, aber Jesus als den einzigen Weg zu Gott nie angenommen hat. Wer Jesus als seinen Herren und Heiland angenommen hat, kann direkt im Gebet Jesus darum bitten, durch seinen Geist Heilung zu schenken.
Man kann aber die Homöopathie auch anders betrachten und kann den geistartigen Wirkungsweg außen vor lassen. Viele Naturheilverfahren hatten anfangs eine Sichtweise, die von Aberglauben und magischem Denken geprägt waren, aber im Laufe der Zeit davon befreit wurden, weil andere, zum Teil wissenschaftliche, Erklärungen dafür gefunden wurden (Siehe auch unter Phytotherapie und Massage). Sieht man die Homöopathie als Therapieform, bei der Wirkstoffe in geringsten Mengen verabreicht werden um somit einen sanften Heilungsreiz zu erzielen, dann ist die Homöopathie aus christlicher Sicht in Ordnung, sofern der spirituelle Wirkungsweg außen vor bleibt.
Ab mittleren Potenzen ist aber kein Ausgangsstoff des Medikamentes mehr nachweisbar. Es ist schon so stark verdünnt, dass nicht mal mehr ein Molekühl des eigentlichen Wirkstoffes nachweisbar ist. Wie kann dann das Medikament noch wirken? Die meisten Therapeuten, die Homöopathie praktizieren sagen, dass die Information des Ausgangsstoffes immer noch als „Energie“ vorhanden ist. Andere sagen die Information des Ausgangsstoffes sei noch als Schwingung vorhanden. Das homöopathische Medikament ist durch das Herstellungsverfahren des Potenzierens und Dynamisierens, so die Ansicht der Homöopathen, zu einem Träger von Information geworden, die energetisch bei Einnahme des Medikamentes übertragen wird. Diese Information ist aber nicht biochemisch-stofflicher Art (also keine Materie) sondern „Energie“. Was ist Energie? Energie bedeutet die geistartige Kraft, die in dem Medikament enthalten sein soll und seine Information dann, nachdem es geschluckt ist, an den Patienten überträgt. Homöopathische Medikamente sollen nochmals vor Gebrauch geschüttelt werden, damit sie nochmals neu dynamisiert werden und die geistartige Kraft besser zur Entfaltung kommt.
Die meisten Homöopathen sind von diesem energetischen Wirkungsweg überzeugt, nur wenige sehen den Wirkungsweg in dem Wirkstoff selbst, der in den Niederpotenzen enthalten ist.
Sanfte Heilreize, ohne Nebenwirkungen, sollen die Selbstheilungskräfte anregen und das Immunsystem stärken. So wird uns, in der Werbung, die Homöopathie angeboten. Doch wird der Wirkungsweg, wie es zu diesen Wirkungen kommen soll nicht erwähnt. Die meisten Therapeuten gehen immer noch von den „geistartigen Kräften“, die in den Globulis sein sollen, aus. Andere beschreiben den Wirkungsweg als „energetisch“ oder als „Schwingungen“. Das „Dynamisieren“ bei der Medikamentenherstellung ist immer noch ein wesentlicher Bestandteil der Homöopathie. Die Homöopathie fußt immer noch auf dieser Philosophie. Den meisten Patienten ist dies nicht bewusst. Sie gehen von einem sanften, aber wirksamen Naturheilverfahren aus. Sie kennen zwar die Wirkungen, aber nicht den Wirkungsweg.

Mein Fazit: Würde die Homöopathie in der Niederpotenz angewandt und blieben energetische, geistartige Wirkungswege außen vor, wäre die Homöopathie aus christlicher Sicht in Ordnung. Da aber dieser geistartige Charakter sehr stark vertreten ist und die Homöopathie kaum von dieser Ansicht zu trennen ist, lehne ich die Homöopathie als Ganzes ab. Nach eingehender Prüfung führte ich noch einige Gespräche mit christlichen Kollegen, die die Homöopathie praktizieren. Ich war erstaunt, dass sich die Ansicht der „geistartigen Kräfte“ bis in die Köpfe und den Geist einiger Kollegen eingeschlichen hat. Auf meine Frage wie Mittel- und Hochpotenzen wirken können, erhielt ich von einigen die Antwort, dass es wohl „energetische Kräfte“ oder „Schwingungen“ sind. Energetische Kräfte und Schwingungen sind aber ein anderer Ausdruck für Geist. Wenn es keine Materie mehr ist, dann ist es Geist. Einige christliche Kollegen haben sich hier von einer esoterischen „Energie“ oder „Schwingung“, sprich Geist, auf sanftem Wege beeinflussen lassen. Zudem ist die Homöopathie wissenschaftlich widerlegt, auch wenn manche gerade das Gegenteil behaupten. Homöopathie ist Heilen mit Nichts. Lesen Sie dazu bitte das Kapitel „Heilen mit Nichts – Warum helfen nutzlose Therapien?“. 


Hypnose

Hypnose stammt von dem griechischen Wort „hypnos“ ab und bedeutet soviel wie Schlaf. Hypnose führt zu einem veränderten Bewusstseinszustand. Das Bewusstsein, Logik und Verstand werden reduziert die Emotionalität wird verstärkt. 


Bewertung aus christlicher Sicht

Hypnose ist Manipulation und sollte auf jeden Fall nicht angewandt werden.


Kinesiologie

Die Kinesiologie ist ein Diagnose- und Therapieverfahren und geht davon aus, dass die Muskulatur in Verbindung mit den Meridianen (Erklärung siehe unter „Meridiantherapie), dem emotionalen Befinden (Psyche) und den inneren Organen steht. So sollen Krankheiten, Stress und andere emotionale Zustände sich auf den Energiefluss der Meridiane auswirken. Dadurch wiederum soll eine Auswirkung auf die Energieversorgung der Muskeln und damit ihrer momentanen Stärke erfolgen. Sie wurde von dem amerikanischen Chiropraktiker George Goodheart in den 1960er-Jahren begründet.
Bei der kinesiologischen Diagnostik, den Muskeltests, werden viele verschiedene Muskeln auf ihre Kraft getestet. Hält der jeweilige Muskel dem Widerstandstest des Therapeuten stand, so gilt er als stark und somit gilt auch das zugehörige Organ und der zugehörige Meridian als gesund. Wird der getestete Muskel als schwach bewertet, so geht der kinesiologische Therapeut davon aus, dass mit der Energieversorgung des Muskels etwas nicht stimmt und eventuell der Energiefluss des zugehörigen Meridians oder das zugehörige Organ nicht in Ordnung sind. Auch kann dies seelische, emotionale Ursachen haben. Zur Korrektur eines schwachen Muskels werden Zonen am Körper massiert, die mit dem Muskel in Verbindung stehen sollen. So z.B. „neurolymphatische Punkte“ oder „neurovaskuläre Punkte“. Danach wird der als schwach getestete Muskel noch mal geprüft. Ist er immer noch zu schwach, wird der zugehörige Meridian ausgestrichen oder der Ursprung und Ansatz des Muskels massiert, solange bis der Muskel als stark getestet wird.
Das Ziel der kinesiologischen Behandlung ist, dass alle Muskeln am Ende der Behandlung als stark getestet werden. Sind alle Muskeln stark, so ist der Körper im Gleichgewicht und somit gesund.
Mit Hilfe der Kinesiologie werden auch Nahrungsmittel auf ihre Verträglichkeit hin überprüft. Bei der Austestung liegt der Patient meistens und das entsprechende Nahrungsmittel wird ihm auf das Brustbein in Höhe der Thymusdrüse gelegt. Danach erfolgt am Arm ein Muskeltest. Läst sich der ausgestreckte Arm des Patienten wegdrücken, so gilt das Nahrungsmittel als nicht geeignet für den Betroffenen. Läst sich der Arm nicht wegdrücken, so gilt das Nahrungsmittel als geeignet. 
Bei der Suche nach dem richtigen Medikament werden Patienten auch mithilfe der Kinesiologie ausgetestet, dabei wird dem Patienten ein Medikamentenfläschchen in die Hand gegeben und dann auch ein Muskeltest durchgeführt. Hält der Muskel stand, gilt das Medikament für den Patienten als das Richtige. Hält der Muskel nicht stand, werden verschieden Medikamente solange durchgetestet, bis bei einem Medikament der Widerstandstest positiv ausfällt.

Bewertung aus christlicher Sicht

Die Kinesiologie fußt auf den Lehren der Meridiantherapie (siehe unter Meridiantherapie). Meridiane sollen Bahnen sein auf denen die Lebensenergie Chi oder Qi fließt. Sie ist deshalb aus christlicher Sicht abzulehnen.
Die kinesiologische Austestung ist auch abzulehnen, weil dabei ein Medium (Patient) befragt wird. Das ist Wahrsagerei. In der Bibel warnt uns Gott vor Wahrsagerei, Zeichendeuterei, Hellseherei, geheime Künste, Bannungen und die Toten zu befragen (3.Mose 19,26, 5.Mose18,10-14). Diese Informationen, die man bei der Austestung erhält sind spiritueller Natur. Der Patient und der Behandler begeben sich dabei in Empfängnisbereitschaft für spirituelle Informationen. Man begibt sich dabei auf eine spirituelle Ebene.


Magnetfeldtherapie

Die Magnetfeldtherapie wurde schon im antiken Ägypten mittels magnetischen Metalls angewandt. In unsere Zeit wird die Magnetfeldtherapie über Spulen oder Matten angewandt, die an ein Steuergerät angeschlossen sind, über welches das Magnetfeld erzeugt und gesteuert wird. Das Magnetfeld soll hauptsächlich auf Körperzellen einwirken und diese positiv beeinflussen im Sinne einer Stoffwechselsteigerung. Funktionen in der Zelle wie Energiegewinnung, Stoffaustausch und Sauerstoffversorgung sollen dadurch verbessert werden. Die Magnetfeldtherapie wird auch von vielen Ärzten (Orthopäden) bei Verschleißerkrankungen (Arthrose) angewandt.
Je nach Hersteller und Gerätevarianten wird die Magnetfeldtherapie auch als pulsierende Signaltherapie, Magnetresonanztherapie, Magnetfeldresonanztherapie oder Quantronmagnetresonanztherapie bezeichnet.


Bewertung aus christlicher Sicht

Ist in Ordnung


Manuelle Medizin – Manuelle Therapie

Mit den Händen ausgeführte Griffe und Techniken an Gelenken und Wirbelsäule zur Heilung von Beschwerden und Schmerzen sind in vielen Kulturen schon seit der Antike bekannt.
In unserer Zeit ist die Manuelle Medizin eine Behandlung um blockierte oder in ihrer Bewegung eingeschränkte Gelenke manuell zu mobilisieren. Dabei wird auch durch sanftes Ziehen, Drücken und Verschieben auf die betroffenen Gelenke eingewirkt. Die umgebenden Weichteile, wie Muskeln, Sehnen und Bänder werden zum Teil auf ähnliche Weise mitbehandelt. Die Manuelle Medizin entstand aus der Chiropraktik und der Osteopathie und ist mit denen heute noch verwandt.


Bewertung aus christlicher Sicht

Ist in Ordnung



Meridiantherapien

Meridiane sind aus der Sicht der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) Bahnen in der Haut des menschlichen Körpers, in denen die Lebensenergie Qui (oder Chi) fließt. Alle Meridiane haben eine Organ- oder Organsystemzuordnung.
Es gibt zwei Mittellinienmeridiane, das Zentral- und Gouverneurgefäß, die in der Körpermitte verlaufen, des Weiteren gibt es zwölf Hauptmeridiane. Auf den Meridianen liegen die Akupunkturpunkte.
Die Meridiane können durch verschiedene Therapiemaßnahmen beeinflusst werden um die Gesundheit zu erhalten bzw. diese wieder herzustellen. Die bekannteste Methode ist die Akupunktur. Weitere Methoden sind die Akupressur, die Farbmeridiantherapie, die Farbpunktur, die Akupunktmassage nach Penzel, die Elektroakupunktur nach Voll, die Moxibustion und die Meridian-Energie-Technik nach Franke.

  • Akupunktur
    Bei der Akupunktur werden Akupunkturnadeln aus Stahl, Silber oder Gold 1-2 mm in die Akupunkturpunkte eingestochen und für einige Zeit (ca. 10-30 Minuten) dort belassen. Die Auswahl, aus den vielen Hundert Akupunkturpunkten, fällt der jeweilige Behandler nach einer ausführlichen Befragung und Untersuchung des Patienten.
    Die Akupunktur ist mittlerweile gut erforscht. Der Wirkungsweg wird wie folgt beschrieben:
    1. Die Akupunktur führt zur Bildung von körpereigenen morphinartigen Substanzen und Nervenüberträgersubstanzen. Diese Substanzen führen zur Schmerzstillung und zur psychischen Entspannung.
    2. Die Akupunktur hat auch eine nervale Wirkung die zur Aktivierung von Schmerzkontrollmechanismen (Gate-Control-Theorie) führt.
    3. Die Haut steht über Nerven mit inneren Organen und anderen Strukturen in Verbindung. Durch Reizung bestimmter Hautareale (Segmente) können Reflexwirkungen auf innere Organe oder andere Strukturen erzielt werden.
    4. Die regulatorische bioelektrische Wirkung der Akupunktur bedeutet, dass jeder Nadelstich zu einem Informationsimpuls an den betroffenen Körperzellen führt und dieser Impuls auch an andere Körperzellen weitergegeben wird. Dies führt zu regulatorischen Vorgängen. 
  • Akupressur - Shiatsu
    Die Akupressur ist auch ein Bestandteil der traditionellen chinesischen Medizin (TCM), wird aber auch in Japan (Shiatsu) angewandt. Bei der Akupressur werden die Akupunkturpunkte mit den Fingerkuppen leicht gedrückt.
  • Farbmeridiantherapie
    Diese Therapiemethode stammt nicht aus der TCM, sondern wurde von der Physiotherapeutin Christel Heidemann (1924-1998) entwickelt. Dabei werden kleine verschiedenfarbige Seidenstücke (ca. 1 Quadratzentimeter) mittels Pflaster auf die entsprechenden Akupunkturpunkte geklebt und dort für einige Tage belassen. Die Methode ist an die TCM angelehnt.
  • Farbpunktur
    Bei der Farbpunktur (nach Peter Mandel) werden gebündelte farbige Lichtstrahlen auf die jeweiligen Akupunkturpunkte gerichtet und für einige Minuten bestrahlt. Die Methode ist an die TCM angelehnt.
  • Akupunktmassage nach Penzel (APM)
    Die Methode wurde von dem deutschen Masseur Willy Penzel in den 1950er Jahren entwickelt und ist an der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) angelehnt. Es werden keine Akupunkturpunkte behandelt, sondern die einzelnen Meridiane werden mit einem kleinen Metallstift (Kugelschreibergröße) entlang ihres Verlaufs ausgestrichen. Je nach dem der Meridian angeregt oder gedämpft werden soll, wird er aufwärts oder abwärts ausgestrichen.
  • Elektroakupunktur nach Voll (EAV)
    Der Arzt Reinhard Voll (1909-1989) entwickelte mit dem Ingenieur Fritz Werner ein elektrisches Therapie- und Diagnosegerät mit dessen Hilfe Krankheiten und krankheitsauslösende Belastungen an den Akupunkturpunkten erkannt werden sollen. Zur Therapie werden die Akupunkturpunkte mit schwachem Impulsstrom behandelt.
  • Moxibustion (Moxa-Therapie, Moxen)
    Die Moxibustion ist Bestandteil der TCM, dabei werden bei der Akupunktur kleine Beifußfasern an den in der Haut steckenden Akupunkturnadeln abgebrannt. Der Akupunkturpunkt wird dabei erwärmt.
  • Meridian-Energie-Technik (MET) nach Franke
    Diese Methode ist noch sehr Jung und wurde 2003 von dem Dipl. Psychologe Rainer Franke und seiner Frau Regina Franke (Heilpraktikerin) begründet. Mit dieser Methode werden psychische Erkrankungen behandelt. Die Frankes sehen die Ursachen von psychischen Erkrankungen in einem unterbrochenen Energiefluss auf den Meridianen. Die Akupunkturpunkte werden mit den Fingerkuppen beklopft um so den Energiefluss wieder herzustellen. Fließt die Energie wieder frei, so fühlt sich der Mensch wieder wohl, belastende Emotionen wie Schuldgefühle und Ängste sollen dann behoben sein


Bewertung aus christlicher Sicht

Die Akupunktur wirkt weil die Haut mit Nadeln gereizt wird. Dies ist bei den anderen Meridiantherapien, außer der Moxibustion, nicht der Fall. Eine Therapie bei der mehrere kleine Stücke farbige Seide auf die Haut geklebt werden, kann nicht helfen. Ebenso bei der Farbpunktur bei der kleine gebündelte Lichtstrahlen auf einige Akupunkturpunkte gerichtet werden. Die APM und die EAV können meiner Meinung nach auch nicht helfen. Das ist heilen mit Nichts.
Solange keine kosmischen Kräfte und Energien ins Spielgebracht werden, sind diese Therapien aus christlicher Sicht in Ordnung
Die Meridian-Energie-Technik (MET) nach Franke lehne ich ab, weil das nicht wirklich zu einer Heilung führen kann. Das ist Scharlatanerie und Hokuspokus. Mich ärgert, dass mit psychisch kranken Menschen, die nach jedem Strohalm greifen und die dringend solide Hilfe brauchen so ein Schindluder getrieben wird. Diese Therapie wird einem psychisch Kranken nicht gerecht.
Warum Therapien, die nicht helfen können dennoch manchmal anscheinend helfen können, lesen Sie bitte weiter unten unter der Überschrift „Heilen mit Nichts – Warum helfen nutzlose Therapien?“


Ohrakupunktur

Die Wurzeln der Ohrakupunktur liegen im alten China.
Das Wissen um die reflektorischen Beziehungen bestimmter Ohrpunkte auf den menschlichen Organismus wurde hauptsächlich mündlich überliefert und gelangte im Laufe der Jahrhunderte von China über den Orient auch nach Europa. Die Ohrakupunktur geriet jedoch fast in Vergessenheit und wurde erst Mitte des 20. Jahrhunderts von dem französischen Arzt Paul Nogier wiederentdeckt. Er entwickelte in jahrelanger Arbeit die Grundlagen der Ohrakupunktur. Laienbehandler aus Afrika und Marseille halfen ihm anfangs dabei.
Durch Publikationen und internationale Kongresse gelangten die Erkenntnisse Nogiers nach China. Dies führte dazu, dass die Chinesen sich auf ihre alte Tradition der Ohrakupunktur besannen und ihrerseits die Ohrakupunktur wiederbelebten. Sie entwickelten einen eigenen chinesischen Zweig der Ohrakupunktur.
Die französisch westliche Schule, wie auch die chinesisch östliche Schule sind international anerkannt.
Die Ohrakupunktur geht davon aus, dass der komplette Mensch, mit seinen Organen und Systemen, nochmals im verkleinerten Maßstab in der Ohrmuschel repräsentiert ist (siehe auch Fußreflexzonenmassage und Irisdiagnose).
Seine Organe und Systeme sind als Reflexzonen in den Ohrmuscheln präsentiert und werden mit Akupunkturnadeln behandelt. Die Akupunkturnadeln werden dabei 1-2 mm tief in die Ohrmuscheln eingestochen. Es werden reflektorische Wirkungen auf die Organe des Menschen (z.B. Knochen, Gelenke, Nerven, innere Organe usw.) erzielt. Die Heil- und Regenerationskraft des Organismus, der „innere Arzt“ wird dadurch angeregt, Selbstheilungskräfte werden aktiviert.


Bewertung aus christlicher Sicht

Die Ohrakupunktur ist eine Reflextherapie. Das Ohr steht nerval mit dem Nervengeflecht „Plexus cervicalis“, dem Trigeminusnerven und dem Vagusnerven in Verbindung, die wiederum, embryonalentwicklungsbedingt, mit den Organen und Geweben des Körpers in Verbindung stehen. Der Wirkungsweg ist somit nicht esoterisch durch Energien oder kosmische Kräfte begründet sondern über Nervenreflexe.
Die Ohrakupunktur ist keine Energietherapie (siehe unter Energiemedizin) wie dies von manchen Therapeuten behauptet wird. Sie wird stark von der Esoterik vereinnahmt und es fließt, je nach Behandler, viel esoterisches Gedankengut mit ein.
Solange aber keine kosmischen Kräfte und Energien ins Spiel gebracht werden und esoterische Weltanschauungen außen vor bleiben, ist diese Therapie aus christlicher Sicht in Ordnung.


Orthomolekulare Therapie

Orthomolekulare Therapie ist eine recht neue alternative Heilmethode. Sie wurde von dem amerikanischen Biochemiker und zweifachen Nobelpreisträger Linus Pauling (1901-1994) entwickelt.
Er stellte fest, dass die Erhaltung der Gesundheit bzw. die Behandlung von Krankheiten durch Veränderung von Substanzen (Vitamine, Mineralien, Spurenelemente, Omega-3-Fettsäuren) die im Körper vorhanden sind, wichtig ist. 
Er stellte fest, dass die Gabe von Mikronährstoffen (Vitamine, Mineralien, Spurenelementen und Omega-3-Fettsäuren) Krankheiten positiv beeinflusst, oder dadurch Krankheiten vorgebeugt werden kann. So können tägliche Gaben der Vitamine A, C, und E, sowie von Omega 3-Fettsäuren Herz- Kreislauferkrankungen vorbeugen. 
Bei der Therapie von Bluthochdruck hat sich die Gabe von Kalium, Magnesium und Kalzium in Verbindung mit Omega 3-Fettsäuren bewährt.
Seine Entdeckungen lösten eine wahre Vitaminhysterie aus. Die Industrie die sich ein profitables Geschäft mit Vitamin- und Mineralpräparaten erhoffte, hat diese Hysterie geschürt.


Bewertung aus christlicher Sicht

Ist in Ordnung


Osteopathie

Die Osteopathie wurde von dem amerikanischen Arzt Dr. Andrew Taylor Still (1828 – 1917) vor ca. 130 Jahren begründet.
Nachdem seine Frau und seine sechs Kinder an Infektionen starben fing er, von der Medizin enttäuscht, mit der Suche nach einer ganzheitlichen Therapiemethode an. Er begann mit der Entwicklung eines ganzheitlichen Behandlungskonzepts, dabei erkannte er dass es Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Organsystemen gibt. Funktionsstörungen verschiedener Gewebe können zu Funktionsstörungen weiter entfernter Körperbereiche (z.B. Organe, Gelenke) führen. Dies kann somit Grundlage von Krankheitsentstehung sein.
1892 gründete Andrew Taylor Still die „American School of Osteopathy“ in den USA. Die Osteopathie wurde ständig weiterentwickelt und erreichte in den USA die gesetzliche Anerkennung ihres Berufsstandes und die Gleichstellung mit der Schulmedizin. Seit 1901 arbeiteten die ersten Osteopathen in England. Die Methode breitete sich nach und nach in Europa aus. In Deutschland ist die Osteopathie eine noch recht junge Therapiemethode.
Die osteopathische Behandlung wird nur mit den Händen (manuell) ausgeführt. Der Behandlung gehen eine ausführliche Befragung und körperliche Untersuchung voran.
Aus der Sicht der Osteopathie sind alle Körpersysteme miteinander verbunden und agieren in einer ständigen Wechselbeziehung.
So können sich z.B. Lebererkrankungen oder Funktionsstörungen der Leber auf die rechte Schulter auswirken. Schmerzen und Funktionsstörungen im rechten Schultergelenk können die Folge sein. Umgekehrt können Beschwerden an der rechten Schulter zu Leberfunktionsstörungen führen.
Blockierungen der Brustwirbel können zu Funktionsstörungen im Magen-Darmbereich führen.
Die gegenseitige Einflussnahme der verschiedenen Körpersysteme wird diagnostisch und therapeutisch genutzt. Durch sanfte osteopathische Behandlungstechniken werden Funktionsstörungen oder Blockaden behoben, die ursächlich für viele Erkrankungen in weiter entfernten Körperregionen sein können. Dadurch sollen Regulationsmechanismen aktiviert und Selbstheilungskräfte in Gang gesetzt werden.
Die Osteopathie teilt sich in drei große Bereiche auf:

  1. Die parietale Osteopathie
    Bezieht sich auf den Bewegungsapparat (Knochen, Gelenke, Bänder, Sehnen, Muskeln). Mittels der parietalen Osteopathie werden Beschwerden und Erkrankungen im Bereich des Bewegungsapparates manuell behandelt. Die Behandlungstechniken ähneln denen der Manuellen Therapie.
  2. Die viszerale Osteopathie
    Bezieht sich auf die inneren Organe mit den Blut- und Lymphgefäßen, Nerven und bindegewebigen Strukturen. Viszeral heißt die Eingeweide betreffend.
    Die viszerale Osteopathie behandelt mit manuellen Maßnahmen Funktionsstörungen an den inneren Organen. Sie geht unter anderem davon aus, dass es im Bereich der Eingeweide und ihren sie umgebenden Häuten (Fascien) zu Blockierungen kommen kann, das heißt, dass die Fascien miteinander verkleben können und dies in weiter entfernten Körperregionen zu Beschwerden und Erkrankungen führen kann. So soll eine Blockade der Niere zu Kniebeschwerden führen können. Der Osteopath will solche Fascienverklebungen ertasten können, auch wenn diese zum Teil tief im Bauchraum sind.
    Ein Osteopath sucht die Ursachen einer Erkrankung immer weit entfernt am Körper und nie am Ort des Geschehens.
  3. Kraniosacrale Therapie (Kraniosacraltherapie, Craniosacral Therapie)
    Bezieht sich auf den Schädel, die Hirnhäute und Hirnflüssigkeit, Rückenmarkshäute und Rückenmarksflüssigkeit, sowie das Nervensystem.
    Die Kraniosacrale Therapie wurde von William Garner Sutherland einem Schüler von Dr. Andrew Taylor Still begründet. Die Kraniosacrale Therapie geht davon aus, dass die Pulsationen der Gehirnflüssigkeit (Liquor) sich auf die Knochen des Menschen übertragen und dass diese Pulsationen am Knochen ertastet werden können. Störungen dieser Pulsationen sollen zu vielen verschiedenen Erkrankungen führen. Rein theoretisch lassen sich fast alle Erkrankungen darauf zurückführen. Durch auflegen der Hände vorwiegend am Schädel (Cranium) oder auf dem Kreuzbein (Sacrum) versucht der Therapeut die Pulsation des Liquorflusses zu regulieren, dadurch sollen Selbstheilungskräfte aktiviert und seelische Traumen gelöst werden.
    Versuche haben ergeben, dass sich die ertasteten Befunde der Kraniosacraltherapeuten erheblich voneinander unterscheiden und kein einheitliches Ergebnis erzielt wird. Jeder Therapeut meint etwas anderes zu spüren. Rein wissenschaftlich konnte bisher, auch mit den sensibelsten Messgeräten keine Liquorpulsation an den Knochen gemessen werden. Die Methode wird von manchen Therapeuten meiner Meinung auch spiritualisiert, weil sie über das ertasten einzelner Gewebestrukturen vom Gewebe Informationen erhalten wollen. Über das ertasten am Kopf will ein Behandler sagen können, ob mit dem Magen oder der Leber alles in Ordnung ist oder ob Störungen vorliegen.


Bewertung aus christlicher Sicht

Hier ist es sehr schwierig eine Bewertung vorzunehmen. Osteopathie ist an sich eine gute Behandlungsmethode, bei der sich leider auch einiges an Hokuspokus eingeschlichen hat. Die Übergänge von seriösen guten Behandlungsmethoden hin zum Hokuspokus sind sehr fließend. Viele Osteopathen wollen vom Gewebe Informationen erhalten (with thinking fingers) und anscheinende Verklebungen und Blockaden erspüren die es gar nicht gibt. Und doch gibt es manche Blockaden und manche blockierte Bewegung, aber längst nicht so oft wie es der Osteopath zu erspüren glaubt. Das Herleiten mancher Ursachen-Folge-Ketten ist mir zu weit hergeholt. Das lässt sich zwar alles rein theoretisch erklären, vieles stimmt aber trotzdem nicht. Die Diagnosen der Osteopathen unterscheiden sich bei ein und demselben Patient erheblich voneinander. Osteopathen haben verlernt, geradeaus zu denken und können nur „von hinten durch die Brust ins Auge“ denken. Es stimmt, manchmal muss man sehr umfassend und genau denken, aber oft einfach gerade aus. Ein gutes anatomisches Wissen und ein guter Tastsinn zeichnen den Osteopathen aus, aber viele schießen mit ihrem erspüren und wahrnehmen wollen über das Ziel hinaus. Osteopathen meinen die „Flöhe husten hören zu können“ und das können sie eben nicht. Das gibt es nicht. Sie stehen in der Gefahr ihre Sensibilität und Wahrnehmung soweit zu schulen, dass sie unbemerkt in den spirituellen Bereich vordringen und dabei „Informationen“ vom Körper erhalten. Viele Osteopathen legen ihre Hand nur noch an einer Körperstelle auf und meinen dann alles über den Patienten sagen zu können. Das kann nicht sein.
So ist es schwierig eine genaue Aussage zu Osteopathie aus christlicher Sicht zu fällen.
Die Kraniosacrale Therapie lehne ich auf jeden Fall ab, das ist Suggestion und Hokuspokus. 


Pendel

Das Pendeln ist schon seit dem Altertum in vielen Kulturen bekannt. Das Pendel besteht meist aus einem nach unten spitz zulaufenden, kegelförmigen Metallstück, das an einem Faden befestigt ist. Das Pendeln wird zur Informationsgewinnung ausgeführt, z.B. wird es von verschiedenen naturheilkundlichen Behandlern als Diagnosemittel verwendet oder um das richtige Mittel für Erkrankte zu finden. Der Pendler ist ein Medium, der von dem Pendel Informationen erhält und öffnet sich somit spirituellen Informationen. Der Pendler begibt sich in den Zustand der Empfängnisbereitschaft für spirituelle Botschaften.
Zur Diagnostik wird der Erkrankte von Kopf bis Fuß ausgependelt. Je nach Pendelausschlag (stärker oder schwächer, links- oder rechtsherum) will der Pendler ablesen können, ob das bependelte Organ, Gelenk oder andere Körperpartien krank oder gesund sind. Ist der Kranke nicht selbst anwesend, kann auch über einem Bild des Erkrankten oder über einem Kleidungsstück gependelt werden.
Zur Therapie wird z.B. über Medikamenten gependelt, um zu erfahren welches das Richtige ist.
Das Pendel soll über Schwingungen die vom Körper eines jeden Lebewesens ausgehen sollen angetrieben werden. Andere behaupten, dass das Pendel über verborgene kosmisch/spirituelle Kräfte angetrieben wird.

 

Bewertung aus christlicher Sicht

Der Pendler begibt sich in den Zustand der Empfängnisbereitschaft für spirituelle Botschaften. Pendeln ist gleichzusetzen mit Wahrsagerei und davor will uns Gott beschützen. Gott warnt uns vor solchen Praktiken (5.Mose 18,10-14)


Reiki

Reiki (japanisch rei = Kosmos, ki = Energie) wurde von dem japanischen Mönch Mikao Usui (1865-1929) entwickelt. Er soll auf der Suche nach der Kraft, mit der Jesus einst heilte gewesen sein. Nach 3-wöchiger Meditation soll ihm diese Kraft offenbart worden sein.
Reiki ist eine meditative Behandlungsform, aber auch die Energie (das Universum durchströmende kosmische Energie oder göttliche Kraft) selbst, die den Menschen zugeführt werden soll, mit dem Ziel der ganzheitlichen seelischen und körperlichen Heilung. 
Diese Energie wird durch das Auflegen der Hände des Behandlers auf den Patienten übertragen. Der Behandler selbst ist dabei eine Art Medium, der Reiki empfängt und an den Patienten weitergibt. Besonders die Chakren (siehe unter Chakren, Buchstaben „C“) sollen mit Reiki versorgt werden. Die Reikianwender sind sich sicher, dass durch ihre Hände diese göttliche Kraft fließen kann.
Die aus Japan abstammende Hawaianerin Hawayo Takata verbreitete die Reikimethode in den USA und von dort gelangte sie nach Europa. Frau Takata ist Herrn Mikao Usi nie begegnet. Reiki ist eine sehr weit verbreitete Methode in Deutschland und passt anscheinend gut in unseres christliches Weltbild.


Bewertung aus christlich-biblischer Sicht

Die Bewertungen und Ansichten entspringen ausschließlich meiner persönlichen Meinung und meinem christlichen Glauben, so wie ich die Bibel und den christlichen Glauben verstanden habe.
Mit Reiki wird uns anscheinend eine Kraft angeboten, mit der Jesus selbst heilte. Anscheinend, so die Sicht des Reiki, stellt uns Gott eine Kraft zur Verfügung, mittels derer sich Menschen ohne Nebenwirkungen, risikolos und sanft gegenseitig heilen können.
Was heutzutage in Esoterikkreisen nicht gerne gehört wird, ist, dass der christliche Hintergrund des Reiki frei erfunden ist. Frau Takata hat, um Reiki besser in den USA verbreiten zu können, aus Herrn Usui einen christlichen Mönch gemacht. In Wahrheit war er ein Vertreter des esoterischen Tendai-Buddhismus. Herr Usui war zu keinem Zeitpunkt Christ, christlicher Mönch und auch nicht Inhaber eines Doktortitels. Das gehört, wie so vieles in der Esoterik, in den Bereich der Legenden, Mythen und Sagen.
Jesus heilte und heilt auch heute noch in der Kraft des Heiligen Geistes. Das sagt uns die Bibel ganz genau. Jesus empfing den Heiligen Geist bei seiner Taufe (Lukas 3,21-22), er sagte von sich, dass der Geist des Herrn auf ihm ist (Lukas 4,18-21). In dieser Kraft des Heiligen Geistes heilte er Menschen (Lukas 4,36 und Lukas 5,12-26).
Die Nachfolger Jesu, seine Jünger, erhalten auch diese Kraft des Heiligen Geistes und heilten Krankheiten und Gebrechen (Matthäus 10,1). Nach dem Tod Jesu wurde der Heilige Geist auf alle, die an Jesus glaubten und glauben ausgegossen (Apostelgeschichte 2tes Kapitel). Seine Nachfolger heilten (Apostelgeschichte 5,16) und heilen auch heute noch in der Kraft des Heiligen Geistes.
Wer sich Heilung von Gott erhofft, der soll Jesus direkt darum bitten. Er ist der Weg, die Wahrheit und das Leben (Johannes 14,6). Jesus Christus ist, so wie es in der Bibel steht, derselbe gestern und heute und auch in Ewigkeit (Hebräer 13,8).
Wer sich auf Reiki einlässt, steht in der Gefahr sich antigöttlichen spirituellen Kräften zu öffnen.
Durch das Praktizieren des Reiki besteht die Gefahr, in direkten Kontakt mit okkulten spirituellen Kräften zu kommen. Die Anwender, wie die Behandelten, öffnen ihren Geist, damit diese anscheinend göttliche Kraft fließen kann. Der Geist geht dabei auf „spirituelle Empfangsbereitschaft“.
Spirituelle verborgene (okkulte) Mächte können dies zum Anlass nehmen, sich in das Leben der Betroffenen „einzuschleichen“. Es gibt eine Geisterwelt, die außerhalb des Geistes Gottes ist und jeder Geist, der nicht von Gott kommt, ist kein guter Geist (Epheser 6,12). Auch wenn Reiki vielleicht gut und göttlich erscheint, so hat sich doch hier der Teufel als Engel des Lichts verkleidet (2.Korinther 11,14).
Jeder Geist, der nicht direkt von Gott (Vater, Sohn, Heiliger Geist) kommt, hat mit dem Gott der Bibel nichts gemeinsam. Gott ist Geist (Johannes 4,24), das stimmt, aber nicht jeder Geist kommt von Gott.
Der Autor Clemens Pilar spricht in Bezug von Reiki von einem trojanischen Pferd mittels dessen sich anscheinend göttliche Kräfte Zugang in unser Leben suchen.
Manche Menschen berichten darüber, dass sie nach der regelmäßigen Anwendung von Reiki, zwar zuerst Glücksgefühle erlebten, aber dann nach und nach Stimmen hören können, die sonst niemand anderer hören kann. Diese Stimmen können richtig bedrängend sein und fordern den Betroffenen zum Beispiel auf, von einer Brücke zu springen oder sich die Pulsadern aufzuschneiden.
Andere berichten, dass sie nach der regelmäßigen Anwendung zunehmend Depressionen und Ängste entwickelten.
Andere berichten, dass sie danach Geistwesen sehen können und von diesen bedrängt werden. Diese Menschen enden mit der Diagnose „Mediumistische Psychose“ in der Psychiatrie und werden hoch dosiert mit Psychopharmaka behandelt.
Wiederum andere können danach einen Strahlenkranz (Aura) um jeden Menschen sehen.
Das sind für mich alles Zeichen dafür, dass sich hier ein böser Geist als „Engel des Lichts“ (2.Korinther 11,14) verkleidet eingeschlichen hat und nun Macht in dem Betroffenen ausübt. Manche Christen sprechen hier von einer „okkulten Belastung“. Ich sehe das auch so.

 

Schröpfen

Beim Schröpfen werden Gefäße (meist Schröpfgläser) auf die Haut aufgesetzt, bei denen zuvor ein Unterdruck erzeugt wurde. Die Haut wird dabei etwas in das Schröpfglas eingesaugt. Manche Therapeuten ritzen die Haut vorher an, so dass die Haut blutet (blutiges Schröpfen).
Das Schröpfen ist eine Reflextherapie, bei der in der Haut liegende Nerven gereizt werden sollen. Die Haut ist über Nerven mit dem Rückenmark und dadurch auch mit inneren Organen, Knochen, Bänder, Gelenken usw. verbunden. Über diesen Hautreiz sollen nervale Impulse an die jeweiligen Organe weitergeleitet werden. Dies soll eine heilende, funktionsfördernde und harmonisierende Wirkung auf das Erfolgsorgan haben.
Bei der Schröpfmassage (Sonderform des Schröpfens) wird die Haut vorher eingeölt und dann werden die angesaugten Schröpfgläser über die Haut geführt. Dies soll einen noch stärkeren Hautreiz zur Folge haben.
Manche Therapeuten sehen das blutige Schröpfen als ausleitendes Verfahren, bei dem über das geschröpfte Blut Giftstoffe aus dem Körper gezogen werden sollen.


Bewertung aus christlicher Sicht

Ist in Ordnung


Wünschelrute

Die Wünschelrute, auch Glücks- oder Wahrsagerute genannt, ist kein Heilmittel an sich, soll aber in diesem Artikel wegen ihrer Verwandtschaft mit dem Pendel beschrieben werden.
Die Wünschelrute wird schon seit dem Mittelalter angewendet und diente damals zur Auffindung von Metallerzen, Wasseradern, vergrabenen Schätzen, Mördern und Dieben. Sie ist ein Y-förmiges Instrument, das aus einer Astgabel oder aus Metall gefertigt ist.
Heute wird die Wünschelrute zum Aufspüren anscheinend verborgener Wasseradern, Erdstrahlen und Störfelder verwendet, die einen störenden und krankmachenden Einfluss auf unsere Gesundheit haben sollen. Der Rutengänger umfasst mit seinen Händen die beiden Y-Enden und geht damit den zu untersuchenden Untergrund ab.
Die aus dem Erdboden ausgehenden krankmachenden Einflüsse werden als Geopathie bezeichnet. Ein Rutengänger der die Fähigkeit besitzt solche Einflüsse zu empfinden heißt Radiästhesist. Die Empfindung selbst wird als Radiästhesie bezeichnet.
Viele Menschen, die unter Beschwerden oder Krankheiten leiden, lassen sich einen Rutengänger ins Haus kommen, der dann das Haus auf eventuelle Störfelder, Wasseradern und Erdstrahlen untersucht. Wird er fündig, sollen Strahlen abweisende Matten oder das Umstellen von Betten helfen, die anscheinend schädliche Wirkung von Störfeldern, Wasseradern und Erdstrahlen zu reduzieren.
Der Rutengänger ist ähnlich wie beim Pendel das Medium, das von der Rute Informationen erhält und öffnet sich somit spirituellen Informationen.


Bewertung aus christlicher Sicht

Der Rutengänger begibt sich in den Zustand der Empfängnisbereitschaft für spirituelle Botschaften. Rutengehen ist gleichzusetzen mit Wahrsagerei und davor will uns Gott beschützen. Gott warnt uns vor solchen Praktiken (5.Mose 18,10-14)


Yoga

Yoga ist eine ganze Anordnung geistiger und körperlicher Übungen, die das Erlangen des körperlichen und seelischen Gleichgewichts zum Ziel hat. Es entstammt der indischen Philosophie (Hinduismus) und war ursprünglich ein rein spiritueller Weg um Erleuchtung zu erlangen und mit Gott eins zu werden.

Heute wird Yoga in der westlichen Welt hauptsächlich zur Verbesserung des seelischen Gleichgewichts und zur Verbesserung der Vitalität und Leistungskraft angewandt.

 

Bewertung aus christlich-biblischer Sicht

Die Bewertungen und Ansichten entspringen ausschließlich meiner persönlichen Meinung und meinem christlichen Glauben, so wie ich die Bibel und den christlichen Glauben verstanden habe.
Wäre Yoga eine reine körperliche Betätigung, die über Konzentration und körperliche Übungen zu mehr Vitalität, Leistungskraft oder Entspannung führen würde, dann wäre Yoga aus christlicher Sicht in Ordnung. Die Yogaübungen sind isoliert betrachtet völlig in Ordnung, aber Yoga ist von seiner Philosophie kaum zu trennen. Der spirituelle Hintergrund schwingt beim Yoga unweigerlich mit. Lebensenergien sollen über einen verbesserten Energiefluss, welches Yoga bewirken soll, geweckt werden. Bei den Yogaübungen soll Energie von außen zu den Übenden fließen. Übernatürliche energetische Kräfte sollen zu mehr Wohlbefinden, Entspannung und Lebenskraft führen. Lesen Sie bitte, auf der Homepage www.esoterik-biblisch-hinterfragt.de unter Punkt 3 „Energien, Schwingungen, kosmische und geistartige Kräfte“, was von solchen Energien aus biblischer Sicht zu halten ist. Mit solchen Übungen öffnen Sie sich Kräften, die Ihnen ein besseres Leben versprechen wollen, aber dies nicht wirklich dauerhaft bewirken können. Solche Kräfte kommen aber nicht von Gott, so wie ihn die Bibel beschreibt.
Wenn Sie sich mehr Lebenskraft wünschen, dann vertrauen Sie sich doch direkt dem Gott der Bibel an. Er ist derjenige, der neue Lebenskraft schenkt. Der König David schreibt im 27ten Psalm Vers 1: Der Herr ist mein Licht und mein Heil, vor wem sollte ich mich fürchten? Der Herr ist meines Lebens Kraft; vor wem sollte mir grauen? (Nach der Lutherübersetzung).
In Jesaja 40,29-31 steht:“Er (Gott) gibt dem Müden Kraft und Stärke genug dem Unvermögenden. Männer werden müde und matt und Jünglinge straucheln und fallen; aber die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden.“ (Nach der Lutherübersetzung).


Heilen mit Nichts – Warum helfen nutzlose Therapien?

Wenn man dem Buch der Stiftung Warentest „Die Andere Medizin“ und ihrem Resümee über alternative Heilmethoden Glauben schenken will, so bleiben die meisten alternativen Diagnose- und Heilverfahren ohne Wirkungsnachweis. Einige Methoden wurden unter wissenschaftlichen Bedingungen (Doppelblindstudien, klinische Studien, Metaanalyse usw.) getestet. Bei vielen Methoden konnte keine Wirkung nachgewiesen werden. Sie sind nicht wirksam und können nicht helfen, so das Fazit.
Wenn ich auch nicht ganz diese Ansicht teile, so habe ich doch mit einigen Naturheilverfahren, außer meinen christlichen Bedenken, ein fachliches Problem. Ich bin auch als Heilpraktiker der Meinung, dass einige Methoden nicht wirklich wirken können.
Warum erfahren aber dann einige Menschen Besserung, Linderung oder gar Heilung ihrer Beschwerden und Erkrankungen?
Wie kann das sein?
Hier einige Antworten:

  • Zeit löst Probleme
    In meiner früheren Tätigkeit als Physiotherapeut hatten wir in unserem Rehazentrum eine lange Warteliste von 5-6 Wochen. Als dann nach 5-6 Wochen die Behandlung endlich losging, kamen die Betroffenen beschwerdefrei zu uns in die Behandlung. Das Problem hat sich von selbst erledigt.